Edeka und Tengelmann Eilantrag bei Gericht

Tengelmann will rasch über Edeka einkaufen. Dafür hat die Supermarktkette einen Eilantrag beim Oberlandesgericht Düsseldorf gestellt, damit das Veto des Bundeskartellamts aufgehoben wird.

Jetzt soll es nach dem Willen von Tengelmann ganz schnell gehen. Quelle: dpa

Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann will nach der Ministererlaubnis für den Zusammenschluss mit Edeka möglichst schnell ihre Einkäufe über den Handelsriesen abwickeln. In einem Eilantrag beantragte das Unternehmen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf die Aufhebung des vom Bundeskartellamt verhängten Vollzugsverbots für einen gemeinsamen Einkauf, wie ein Gerichtssprecher am Freitag bestätigte. Zuerst hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet.

Hat Tengelmann mit dem Eilantrag Erfolg, so könnte die Kette der drohenden langwierigen juristischen Auseinandersetzung um die Ministererlaubnis etwas gelassener entgegensehen. Denn der Bezug der Ware über Edeka könnte Kaiser's Tengelmann zu deutlich wettbewerbsfähigeren Einkaufskonditionen verhelfen und damit die Situation des rote Zahlen schreibenden Unternehmens erleichtern.

Kaiser's Tengelmann wollte bereits 2014 seine Einkäufe bei Edeka bündeln. Dies war jedoch vom Bundeskartellamt untersagt worden, um eine Vorwegnahme des Zusammenschlusses zu vermeiden.

Die Konkurrenten Rewe und Markant haben vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht Beschwerde gegen die Ministererlaubnis für den Zusammenschluss eingereicht. Die juristische Auseinandersetzung darüber könnte den Zusammenschluss unter Umständen geraume Zeit verzögern.


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