Eigene Kraft reicht nicht Neckermann-Chef: "Ohne Investor ist im Herbst Schluss"

Exklusiv

Die Zukunft des insolventen Versandhändlers Neckermann entscheidet sich in den kommenden vier Wochen. Aus eigener Kraft kann das Unternehmen die endgültige Pleite nicht mehr abwenden, ein Investor wird dringend gesucht.

Die Lieblingsmarken der Deutschen
Samsung macht Platz zehn bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: REUTERS
Nivea macht Platz neun bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: REUTERS
Apple macht Platz acht bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: dpa
Nike macht Platz sieben bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: REUTERS
Mercedes macht Platz sechs bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: dpa
VW macht Platz fünf bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: dpa
BMW macht Platz vier bei den Lieblingsmarken der Deutschen Quelle: dapd

„Ohne einen Investor ist bei Neckermann.de im Herbst Schluss“, sagte Neckermann-Chef Henning Koopmann der WirtschaftsWoche. Zwar konnten die Geschäfte durch die Maßnahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung stabilisiert werden, doch „aus eigener Kraft können wir es nicht schaffen“, so Koopmann.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

In den ersten Tagen nach der Insolvenzanmeldung waren die Bestellungen bei Neckermann eingebrochen und lagen laut Koopmann vorübergehend um rund 66 Prozent unter dem Vorjahreswert. Aktuell zögen die Bestellungen wieder an und lägen nur noch 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Als eine der Ursachen für die Entwicklung führt Koopmann die offensive Werbekampagne des Unternehmens an. Bei einigen Vertriebspartnern und Mitarbeitern hätten Slogans wie „Insolvent. Na und?“ zwar durchaus für Kopfschütteln gesorgt, räumte Koopmann gegenüber der WirtschaftsWoche ein. Insgesamt sei die Kampagne aber gut aufgenommen worden. Koopmann: „Das Wichtigste: Die Kunden bestellen jetzt wieder mehr.“

Der traditionsreiche Versandhändler hatte im Juli Insolvenz angemeldet, nachdem der Gesellschafter, der US-Finanzinvestor Sun Capital, kein weiteres Geld für die nötige Sanierung zur Verfügung gestellt hatte. 2400 Arbeitsplätze sind in Gefahr.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%