Einzelhandel 1000 Stellen weniger pro Jahr bei Karstadt

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Der Essener Warenhauskonzern Karstadt konkretisiert seine Pläne für einen breitangelegten Stellenabbau bis Ende 2014.

Karstadt-Filiale in Köln Quelle: dpa

„Wir gehen davon aus, das im ersten Jahr 1000 Stellen und im zweiten Jahr nochmals 1000 Stellen betroffen sind“, sagte Karstadt-Personalchef Kai-Uwe Weitz im Interview mit der WirtschaftsWoche. Dabei sollen auch Arbeitsplätze im mittleren Management wegfallen. „Wir wollen effizienter werden. Dazu gehört natürlich auch, dass wir schlankere Strukturen einführen – weniger Hierarchie. Ein Ansatzpunkt ist deshalb die mittlere Managementebene. Rund 100 Stellen für Abteilungsleiter wird es langfristig weniger geben“, so Weitz.

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Der Personalmanager kündigte an, der Personalabbau solle möglichst sozialverträglich etwa über natürliche Fluktuationen und Frühverrentungen erfolgen. Wenn das nicht genüge, „würden wir beispielsweise auch an Transfergesellschaften denken“, so Weitz. „Wir werden keine Rasenmäher-Methoden anwenden.“ Betriebsbedingte Kündigungen wollte der Karstadt-Manager nicht ausschließen.

Weitz widersprach dem Vorwurf der Gewerkschaft Verdi, es handele sich bei dem Personalabbau um ein reines Sparprogramm, das ein „völlig falsches Signal“ setze. „Schon die Bezeichnung ‚Sparprogramm‘ ist für diese Aufgabe eigentlich eine Beleidigung“, sagte Weitz der WirtschaftsWoche. „Wir sind nicht bei der Schuldenberatung im Fernsehen“, so Weitz. „Es gibt Prozess- und Strukturverbesserungen, die jedes Handelsunternehmen angehen muss und die Auswirkungen auf den Personaleinsatz haben. Das ist kein Hexenwerk und kein Kahlschlag, sondern ein normaler Vorgang.“

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