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EinzelhandelErster Streik in japanischem Kaufhaus seit Jahrzehnten

Die verlustreiche Kette Sogo & Seibu soll an einen US-Finanzinvestor verkauft werden. Die Beschäftigten fürchten um ihre Arbeitsplätze – und greifen zu einem für Japan ungewöhnlichen Mittel. 31.08.2023 - 09:01 Uhr

Streiks sind in Japan äußerst selten.

Foto: REUTERS

Erstmals seit 61 Jahren haben am Donnerstag in Japan Mitarbeiter eines großen Kaufhauses gestreikt. Rund 900 Beschäftigte des Flagship-Stores Seibu und Gewerkschafter protestierten in Tokio im belebten Stadtteil Ikebukuro gegen den Verkauf der Kaufhaussparte Sogo & Seibu durch Seven & i an den US-Finanzinvestor Fortress.

Umringt von Reportern und Kameraleuten forderten die Beschäftigten am Donnerstag trotz der sommerlichen Hitze vor dem Kaufhaus Garantien für ihre Arbeitsplätze und den Bestand der Filialen.

Seven & i, Betreiber der weltgrößten Convenience-Store-Kette 7-Eleven, will die verlustreiche Kaufhauskette Sogo & Seibu an Fortress verkaufen. Die Beschäftigten fürchten, dass nach dem Eigentümerwechsel Strategieänderungen zu einem Imageverlust führen. Sie kritisieren kursierende Pläne, wonach der Discount-Elektronikhändler Yodobashi Holdings etwa die Hälfte der Läden übernehmen könnte.

Der Seibu-Laden in Ikebukuro ist Medienberichten zufolge Japans umsatzstärkstes Kaufhaus. Doch Eigentümer Sogo & Seibu schreibt seit vier Jahren rote Zahlen und hat rund 300 Milliarden Yen Schulden.

Streiks sind in Japan äußerst selten, Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen werden in der Regel gütlich vereinbart. Seven & i entschuldigte sich für den Streik und erklärte, weiterhin Gespräche mit der Gewerkschaft zu führen.

Trotz des Streiks plant Seven & i nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Person, den Verkauf im Laufe des Tages bekanntzugeben. Demnach werde die Kette zu einem niedrigeren Preis als den ursprünglich angekündigten 250 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) verkauft. Seven & i betonte indes, es sei noch nichts entschieden. 

rtr
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