Einzelhandelsriese Steinhoff droht Gerichtsstreit

Kurz vor dem Börsenstart seiner afrikanischen Tochter droht dem deutsch-südafrikanischen Einzelhandelsriesen Steinhoff ein Gerichtsstreit. Offenbar gibt es Ungereimtheiten in der Unternehmensbilanz von 2016.

In Europa ist Steinhoff vor allem als Möbelhändler (Poco, Leiner, Kika und Conforama) bekannt. Quelle: PR

DüsseldorfDem deutsch-südafrikanischen Einzelhandelsriesen Steinhoff droht zwei Tage vor dem Börsengang seiner afrikanischen Tochter ein Gerichtsstreit. Ein ehemaliger Joint-Venture-Partner mit seinen Firmen OM Handels GmbH und MW Handels GmbH habe beim Amsterdamer Gerichtshof den Antrag auf Untersuchung der Bilanz 2016 gestellt, teilte Steinhoff am Montag mit. Der Chef des Poco-Mutterkonzerns, Markus Jooste, gab sich zuversichtlich, dass dies abgelehnt werde.

„Wir haben die Jahresbilanz von Steinhoff International nach allen Regeln und bestem Wissen aufgestellt“, teilte der Manager mit. Dies hätten auch Wirtschaftsprüfer bestätigt. Die Vorwürfe seien unbegründet. Details nannte Steinhoff nicht.

Am Mittwoch will Steinhoff seine Afrika-Tochter an die Börse bringen und so knapp eine Milliarde Euro kassieren. Zur Steinhoff Africa Retail Ltd (STAR) gehören Möbel-, Kleidungs-, Schuh-, Haushaltswaren-Händler und Baumärkte in Südafrika und angrenzenden Ländern ebenso wie eine Autoreparatur-Kette.

Steinhoff versucht sich seit einigen Jahren, stärker als europäisches Unternehmen zu profilieren und war deshalb vor eineinhalb Jahren von der Börse in Johannesburg nach Frankfurt gewechselt. In Europa ist Steinhoff vor allem als Möbelhändler (Poco, Leiner, Kika und Conforama) bekannt.

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