Entscheidung gefallen Oetker verkauft Hamburg Süd

Die Containerrederei Maersk übernimmt den Konkurrenten Hamburg Süd. Eine endgültige Vereinbarung wird voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 2017 stehen. Der Transaktion muss die Kartellbehörden noch zustimmen.

Der Oetker-Konzern trennt sich von seiner Reederei. Quelle: dpa

BielefeldDie Containerreederei Maersk übernimmt den Konkurrenten Hamburg Süd. Der dänische Weltmarktführer teilte am Donnerstag mit, er habe mit den Eignern der Hamburger Traditionsreederei, der Familie Oetker, eine Übereinkunft erzielt. Eine endgültige Vereinbarung werde voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 2017 stehen. Der Transaktion müssten auch noch die Kartellbehörden zustimmen. Oetker bestätigte den Abschluss eines Vorvertrags. Über eine Übernahme war schon seit einigen Tagen spekuliert worden.

Hamburg Süd liegt nach Daten des Branchendienstes Alphaliner gemessen an der Transportkapazität auf Rang sieben der weltgrößten Containerreedereien, einen Platz hinter dem Lokalrivalen Hapag-Lloyd.

Die Containerschifffahrt steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Sie leidet unter Überkapazitäten und sinkenden Frachtpreisen. Deshalb schließen sich immer mehr Reedereien zusammen oder bilden Allianzen, um die Kosten zu senken. Deutschlands Branchenprimus Hapag-Lloyd erhielt unlängst von der EU-Kommission für den Zusammenschluss mit dem arabischen Rivalen UASC zur weltweiten Nummer fünf der Branche grünes Licht.

Ende Oktober kündigten die drei japanischen Marktführer den Zusammenschluss ihrer Containergeschäfte an. Die südkoreanische Reederei Hanjin wurde durch die Krise in die Pleite getrieben. Sie meldete Ende August Insolvenz an.. 2013 war eine geplante Fusion zwischen Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt.

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