Experten-Umfrage Ist Karstadt noch zu retten?

Der Abgang von Kurzzeit-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt zeigt, wie verfahren die Lage bei dem traditionsreichen Essener Warenhausriesen ist. Die fünf führenden deutschen Handelsexperten sagen, wie es bei Karstadt nun weitergeht und welche Überlebenschancen der Konzern noch hat.

Einzelhandel mutiert zur Krisenbranche
Weltbild VerlagDas insolvente Medienunternehmen bekommt einen neuen Investor. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gab dem Düsseldorfer Familienunternehmen Droege International Group den Zuschlag und brach die Verhandlungen mit dem Münchner Finanzinvestor Paragon Partners ab. Gemeinsam werde man die Sanierung mit dem geplanten Abbau von Stellen und Buchläden fortsetzen: "Die Restrukturierung für sich ist noch nicht abgeschlossen." Droege zeichnet eine Kapitalerhöhung von 20 Millionen Euro und erhält im Gegenzug eine 60-prozentige Beteiligung. Die übrigen 40 Prozent hält Geiwitz für die Gläubiger. Nach den bisherigen Plänen sollen 167 Filialen erhalten bleiben, die Zahl könnte aber weiter schrumpfen. Weltbild hatte am 10. Januar 2014 Insolvenz beantragt. Der Aufsichtsrat sah keine Finanzierungsmöglichkeit für eine Sanierung. Noch sind 2100 Mitarbeiter bei Weltbild beschäftigt. Der Augsburger Verlag war eines der größten Medienhäuser in Europa und gehörte zwölf katholischen Diözesen in Deutschland, dem Verband der Diözesen Deutschlands sowie der katholischen Soldatenseelsorge in Berlin. Weltbild litt zuletzt auch unter der Konkurrenz des US-Giganten Amazon. Konkreter Auslöser für die aktuellen Schwierigkeiten war nach Unternehmensangaben ein Umsatzrückgang in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14. Quelle: dpa
KarstadtKarstadt-Investor Nicolas Berggruen möchte sich endgültig von den Warenhäusern trennen - das berichtet die Bild-Zeitung. Er verhandele mit der österreichischen Investorengruppe Signa des Unternehmers René Benko. Benko hatte im vergangenen Herbst bereits die drei Premium-Häusern und 28 Sportwarenhäusern der Kette gekauft. Die Berggruen-Holdings ist bisher noch mit einem Anteil von 24,9 Prozent an beiden Geschäftsbereichen beteiligt, außerdem gehören ihr noch die 83 Warenhäuser der Karstadt-Gruppe. Diese könnten nun - so die Bild - für nur einen Euro den Besitzer wechseln. Auch Berggruen hatte seiner Zeit nur einen symbolischen Euro für die marode Warenhaus-Gruppe gezahlt. Erst vor wenigen Tage hatte Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt nach nur wenigen Monaten im Konzern hingeschmissen. Quelle: ddp
KarstadtDer Warenhauskonzern Karstadt will bis Ende 2014 insgesamt 2000 Stellen abbauen. Die Branche leidet unter massiven Überkapazitäten außerdem wandern immer mehr Kunden ins Internet ab. Der Stellenabbau soll so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden und primär über Frühpensionierungen, Nichtverlängerung von befristeten Verträgen sowie freiwilligen Austritt erfolgen. Die Gewerkschaften werfen Karstadt-Investor Nicolas Berggruen vor, nicht genug zu investieren. Im ersten Halbjahr 2013 hat sich die Lage bei Karstadt abermals verschärft, das Umsatzziel für das Geschäftsjahr wurde bereits um 230 Millionen Euro auf 3,1 Milliarden Euro herunterkorrigiert. Quelle: dpa
Strauss InnovationDie angeschlagene Warenhauskette hat am 22. April mit dem Räumungsverkauf begonnen. Ende März hatte das Unternehmen bekanntgegeben, mehr als jede fünfte der insgesamt 96 Filialen schließen und 200 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Strauss-Läden gibt es in 59 deutschen Städten. Durch ein zügiges Insolvenzverfahren will man die restlichen 1200 Arbeitsplätze erhalten. Der größte Teil der Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, soll die Möglichkeit bekommen, für sechs Monate in eine Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln. Die Warenhauskette Strauss Innovation hat am 30. Januar 2014 beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens eingereicht. Schuld an der Misere sollen die Wetterkapriolen im vergangenen Jahr sein. Das Frühjahr war zu kalt - Gartenmöbel & Co. blieben stehen - der Winter zu mild - auch die warmen Socken und Daunenjacken blieben hängen. Das Unternehmen gehört dem US-Investor Sun Capital, dem auch der Traditionsversandhändler Neckermann gehörte. Quelle: Screenshot
StrenesseDas Modeunternehmen geht auf Investorensuche. Die Nördlinger Designer hatten am 16. April einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Dabei bleibt der bisherige Vorstand im Amt, der externe Sachwalter wird der Geschäftsführung jedoch zur Seite gestellt. Zusätzlich wurde der Sanierungsexperte Michael Pluta in den Vorstand berufen. Vorstandschef Luca Strehle sagte, der Geschäftsbetrieb gehe uneingeschränkt weiter. „Ich bin immer noch überzeugt, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind. Der jetzige Schritt ist eine Zäsur, um die Sanierung voranzutreiben, ohne den Mühlstein der Altlasten mitschleppen zu müssen.“ Durch die Insolvenz gewinne man enorm an Liquidität. Strenesse gehört seit rund 65 Jahren der Familie Strehle. In den vergangenen Jahren hatte man jedoch mit sinkenden Umsätzen und tiefroten Zahlen zu kämpfen. Erst im Februar stand Strenesse vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Inhaber einer Schuldverschreibung über zwölf Millionen Euro entschieden, dass Strenesse drei Jahre Luft bekommt und das Geld erst 2017 zurückzahlen muss. Strenesse beschäftigt rund 350 Mitarbeiter und unterhält 15 eigene Geschäfte sowie Showrooms in München, Düsseldorf, Mailand, New York und Tokio. Im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug der Umsatz des Konzerns 66,5 Millionen Euro. Quelle: Screenshot
Abercrombie & Fitch Der US-Modekette Abercrombie & Fitch bricht das Geschäft immer weiter weg. Der Umsatz fiel im abgelaufenen Quartal um zwölf Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar, der Gewinn stürzte sogar um 58 Prozent auf 66,1 Millionen Dollar ab. Abercrombie & Fitch - auf Jugendliche spezialisiert und für seine leicht bekleideten Modelle bekannt - verliert seit längerem Kunden an Konkurrenten wie Zara, Forever 21 oder H&M. Sie wechseln ihre Kollektionen öfter und sind zudem günstiger.  Gerrit Heinemann, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Trade und Retail und Leiter des eWeb Research Centers an der Hochschule Niederrhein prognostizierte auf WirtschaftsWoche Online bereits Ende vergangenen Jahres: „Ich glaube nicht, dass es Abercrombie & Fitch noch lange in Deutschland geben wird. Ihr Geschäftsmodell ist zu angreifbar und kippt gerade in den USA, so dass es höchstwahrscheinlich bald zum Rückzug aus Übersee kommt.“ Quelle: REUTERS
Die Baumarkt-Kette Max Bahr mit ehemals bundesweit 132 Standorten wird zerschlagen. Die Übernahmegespräche mit der Hellweg-Gruppe über die verbliebenen 73 Märkte waren Mitte November gescheitert; Ende November scheiterte dann auch eine Übernahme durch Globus. Am 28. November wurde dann bekannt, dass die Mannheimer Baumarktkette Bauhaus 24 Standorte des insolventen Konkurrenten übernimmt. Damit sollen rund 1300 der noch verbliebenen 3600 Arbeitsplätze abgesichert sein. Max Bahr hatte am 26. Juli 2013 die Eröffnung von Insolvenzverfahren wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit beantragen müssen. Mutterkonzern Praktiker hatte am 11. Juli den Gang zum Insolvenzrichter absolviert. Quelle: dpa
Die vergangenen Monate waren turbulent für den Textildiscounter NKD. Nun steht fest: Der Finanzinvestor OpCapita kauft das Unternehmen und gibt ihm 20 Millionen Euro frisches Kapital. Das Investmentunternehmen übernehme NKD komplett mit der Firmenzentrale und den knapp 2000 Filialen in Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien und Polen, teilte eine Sprecherin mit. Der bisherige Eigentümer, die niedersächsische Textilgruppe Daun, hatte schon vor einigen Monaten angekündigt, NKD verkaufen zu wollen. Im Mai wurde das Management ausgetauscht, danach übernahm eine Restrukturierungsberatung das Ruder. 100 von 650 Arbeitsplätzen in der Zentrale fielen weg. 2015 peilt NKD wieder Wachstum an. John von Spreckelsen als Vertreter von OpCapita teilte mit, NKD habe eine treue Kundschaft. Die Voraussetzungen seien gut, „dass das Unternehmen mittelfristig wieder wachsen und rentabel arbeiten kann“. 2010 machte NKD einen Umsatz von 578 Millionen Euro, neuere Zahlen wurden bislang nicht veröffentlicht. Quelle: Presse
ThaliaDie Douglas-Tochter leidet unter der Abwanderung der Kunden ins Internet. Die knapp 300 Filialen sollen deshalb mit einem verbreiterten Sortiment wie Spielwaren, Musik-CDs und DVDs Kunden locken. Im Rahmen der Neuausrichtung müssen 20 Filialen schließen, die sich nicht mehr rentabel betreiben ließen. Trotz neuem Kozept soll das Buch weiter im Zentrum stehen - gemeinsam mit Weltbild, Hugendubel, Club Bertelsmann und der Deutschen Telekom hat Thalia im März 2013 den E-Reader 'tolino shine' auf den Markt gebracht. Die Allianz will damit gegen den Online-Gigant Amazon antreten. Quelle: dpa
GörtzDie Schuhkette steckt in den roten Zahlen. 2012 haben die Geschäftsführer Thorsten Hermelink, Christian Moritz und Jörn Peters ein großes Sparpaket geschnürt: Jede zehnte Filiale muss dichtmachen. 17 sind bereits geschlossen, weitere 13 der ehemals bundesweit 260 Läden sollen noch abgewickelt werden. Getroffen hat es vor allem Geschäfte der Jugendlinie Görtz 17 sowie kleinere Standorte. 100 der 3800 Mitarbeiter mussten gehen. Der Umsatz ging 2012 um 4,0 Prozent auf 380 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen leidet unter der starken Online-Konkurrenz wie etwas Zalando. Die Rettung könnte nun in Gestalt des Traditionsversandhauses Otto kommen. Medienberichten zufolge verhandeln die Unternehmen über einen Einstieg der Hamburger bei Görtz. Quelle: dapd
Der Handelskonzern Rewe zieht im Mai 2013 bei seiner defizitären Elektronikmarktkette ProMarkt die Reißleine. Er trennt sich von der Kette. 16 der 54 Märkte wurden an die Verbundgruppe Expert verkauft, 10 weitere Standorte an die zu Electronic Partner (EP) gehörende Elektromarktkette Medimax. Der Onlineshop schließt am 30. Juli 2013. Für die verbliebenen stationären Filialen sieht es schlecht aus.. Rewe hatte die 58 ProMarkt-Standorte 2003 übernommen. Die 1988 von der Wegert-Gruppe gegründete Kette konnte sich allerdings nie wirklich gegen die Platzhirsche MediaMarkt und Saturn behaupten. Quelle: dpa
Ein Schild vor einer Praktiker-Filiale weist Kunden auf Preissenkungen hin Quelle: dpa
EspritDie Modemarke versucht sich mit neuem Image und einer neuen Kampagne aus dem Sumpf zu ziehen. In der Vergangenheit hatten Vorwürfe über Tierversuche und Kinderarbeit das Image schwer beschädigt. Umsatz und Gewinn begaben sich in den Sinkflug. Auch bei Esprit soll eine Restrukturierung helfen: Nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Gewinneinbruch von 98 Prozent auf 7,45 Millionen Euro hinnehmen musste, zog sich der Modekonzern aus Nordamerika, Spanien, Dänemark und Schweden zurück und schloss 130 Filialen. 2011/2012 sank der Konzernumsatz um fast 11 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro, dafür machte Esprit mit knapp 87, 5 Millionen Euro wieder deutlich mehr Gewinn. Für Esprit arbeiten mehr als 12.000 Vollzeitkräfte. Seit Dezember 2012 soll Jose Manuel Martínez Gutiérrez als Esprit-Chef die Probleme anpacken, er löst Ronald van der Vis ab. Quelle: REUTERS
Kunden auf Schnäppchensuche im Farbrikverkauf von Neckermann in Frankfurt am Main Quelle: dpa
Kunden gehen durch eine leergeräumte Schlecker-Filiale Quelle: dpa
Ein Passant geht an einem "Beate Uhse"-Shop vorbei Quelle: dpa

Die Krise bei Karstadt scheint kein Ende zu nehmen. Nicolas Berggruen - 2009 noch als Retter der angeschlagenen Warenhauskette gefeiert - hat mittlerweile den Zorn der Beschäftigten und Gewerkschaften auf sich gezogen. Dass er mit dem festen Willen gekommen ist, um Karstadt zu sanieren, bezweifeln die Angestellten. Und auch Eva-Lotta Sjöstedt, die ehemalige Ikea-Managerin, die im Februar 2014 die Nachfolge von Karstadt-Chef Andrew Jennings angetreten war, kam zur Überzeugung, dass es mit den guten Absichten nicht allzu weit her war.

Die Szenarien für die Zukunft von Karstadt (Zum Vergrößern bitte Anklicken)

"Als ich mich im vergangenen Herbst dazu entschied, nach Essen zu gehen, tat ich dies in fester Annahme, ein angeschlagenes, in einer sehr schwierigen Situation befindliches Unternehmen übernehmen und entwickeln zu dürfen." Karstadt-Eigentümer Nicolaus Berggruen hätte ihr die volle Unterstützung für die Sanierung der 83 Warenhäuser zugesagt. "Nach eingehender Prüfung, den Erfahrungen der letzten Monate und in genauer Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten muss ich nun jedoch feststellen, dass die Voraussetzungen für den von mir angestrebten Weg nicht mehr gegeben sind", so Sjöstedt. 

Und so schmiss Sjöstedt hin. Bis ein neuer Chef gefunden ist, übernehmen Finanzvorstand Miguel Müllenbach und Personalchef Kai-Uwe Weitz die Geschäfte. Die Nerven der rund 20.000 Beschäftigten werden arg strapaziert. Was kommt als nächstes? Verkauft Berggruen weitere Häuser an den österreichischen Investor René Benko, der bereits 75 Prozent der Karstadt Sport-Häuser und er Premium-Häuser übernommen hat? Die Gerüchte von vergangener Woche hielten sich nicht lange gehalten. Ohnehin würde ein solcher Deal - selbst wenn Berggruen Benko die Häuser für einen symbolischen Euro hinterließe - zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn ergeben. Die Modernisierungs- und Sanierungskosten dürften sich auf dreistellige Millionenbeträge summieren. Und seit 2013 hat sich die Lage kaum verbessert, die Bereitschaft zuzuschlagen dürfte auf Benkos Seite daher eher noch gesunken als gestiegen sein, heißt es in der Branche.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Karstadt-Krise

Wie kann es für Karstadt in dieser verfahrenen Lage weitergehen? Die WirtschaftsWoche hat die fünf führenden Handelsexperten befragt: Jörg Funder, Professor für Unternehmensführung im Handel an der Hochschule Worms, Gerrit Heinemann, Professor für BWL, Management und Handel an der Hochschule Niederrhein, Gerd Hessert, Lehrbeauftragter für Handelsmanagement, Thomas Roeb, Professor für Handel und Marketing an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung München.

Karstadts Krisen-Chronik

Woran ist Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt gescheitert?

Jörg Funder, Professor für Unternehmensführung im Handel an der Hochschule Worms.

Jörg Funder: Sie hat unterschätzt, wie schwer es ist, einen Tanker wie Karstadt zu drehen. Zudem hatte sie wohl auf mehr Unterstützung durch den Karstadt-Eigentümer gehofft.

Gerrit Heinemann: Sie hat zu spät erkannt, wie ernst die Lage bei Karstadt tatsächlich ist.

Gerd Hessert: Sie hat die Komplexität des Warenhausgeschäfts inklusive der Eigentümerstruktur bei Karstadt unterschätzt.

Thomas Roeb: Sie hat sich übernommen. Ihr früherer Arbeitgeber Ikea ist ein Unternehmen auf Erfolgskurs, Karstadt dagegen ein Sanierungsfall.

Joachim Stumpf: Ihre Ansätze waren gut, es fehlten wohl die finanziellen Mittel zur Umsetzung.

Was sind die größten Probleme von Karstadt?

Jörg Funder: Erstens, die Marke hat an Strahlkraft verloren. Zweitens, das Unternehmen betreibt viel zu viele Häuser, die sich wahrscheinlich dauerhaft nicht ertragreich betreiben lassen dürften. Drittens, das Sortiment und der Service entsprechen nicht den weitläufigen Kundenerwartungen an ein modernes Warenhaus.

Gerrit Heinemann, Professor für BWL, Management und Handel an der Hochschule Niederrhein. Quelle: Presse

Gerrit Heinemann: Langfristig der gigantische Investitionsstau, der sich seit der Übernahme durch Nicolas Berggruen noch erhöht hat. Kurzfristig könnte die jüngste Personalie zu Zweifeln an der Finanzkraft von Karstadt führen und eine Kettenreaktion auslösen.

Gerd Hessert: Karstadt ist es nicht gelungen, die Kostenstruktur an die Umsatzverluste der letzten Jahre anzupassen. Zudem hat das Unternehmen keine Antwort auf den wachsenden Online-Handel gefunden. Kurzfristig muss Karstadt aber vor allem dafür sorgen, dass keine Zweifel an der Liquidität aufkommen und Einkauf und Warenverfügbarkeit nicht gefährdet werden.

Thomas Roeb: Mode ist der zentrale Umsatzbringer des Konzerns, trotzdem fehlt ein vernünftiges Fashion-Konzept. Zudem ist Karstadt eine Investitionsruine.

Joachim Stumpf: Hoher Investitionsstau, zu geringe Online-Präsenz, zu hoher Grad an Standard-Sortimenten in den Filialen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%