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Fairtrade Kaffee, Blumen und eine Insel

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Bewusstsein steigt

Fair gehandelter Honig von GEPA. Quelle: dpa/dpaweb

Mittlerweile zum vierten Mal auf dem Gelände der Messe Stuttgart bietet die  „Fair handeln“, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) veranstaltet wird, Fachleuten und Verbrauchern eine Plattform für Fair Trade sowie global verantwortungsvolles Handeln mit Blick auf Entwicklungs- und Schwellenländer in den Bereichen Wirtschaft, Finanzwesen, Nachhaltiger Tourismus, Konsum, Corporate Social Responsibility (CSR) und der Entwicklungszusammenarbeit.

Mit insgesamt 136 Ausstellern aus 13 Ländern verzeichnet die Messe in diesem Jahr ein starkes Plus an ausstellenden Firmen, Organisationen und Verbänden von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und auch in punkto Ausstellungsfläche macht sie mit 30 Prozent mehr einen großen Sprung nach vorne, teilen die Veranstalter mit.

Auch im Bereich Außer-Haus-Markt steigt das Bewusstsein für fair gehandelte Produkte. Ob Café, Bäckerei, Kantine oder im Hotelgewerbe – immer mehr gastronomische Betriebe in Deutschland nehmen Fairtrade-Produkte in ihrem Sortiment auf. Mehr als 18 000 sind es bereits, die Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel ausschenken oder weitere fair gehandelte Produkte auf dem Menü anbieten.

Im vergangenen Jahr stieg der Absatz um 27 Prozent auf 4000 Tonnen. Auch in der Gastronomie ist Kaffee mit 2600 verkauften Tonnen im Jahr 2011 das wichtigste Fairtrade-Produkt. Umgerechnet entspricht dies einer Menge von rund 371 Millionen Tassen, die von dem Heißgetränk getrunken worden.

Langeoog ist "Fairtrade-Insel"

Mittlerweile rangeln sich sogar Dörfer, Städte, Landkreise und sogar Inseln um ein Fairtrade-Siegel. So wird am Mittwoch die Insel Langeoog als erste deutsche Fairtrade-Insel ausgezeichnet. Verliehen wird die Bezeichnung „Fairtrade-Insel“ von der weltweit tätigen Initiative „Fairtrade Towns“, die sich für einen fairen Handel – weltweit – einsetzt.

Für die Bewerbung hatte sich eine Arbeitsgruppe Fairtrade-Insel Langeoog mit 16 Insulanern stark gemacht. Um die Auszeichnung erhalten zu können, müssen die Bewerber laut Angaben der Initiative eine Reihe von Kriterien erfüllen.

Unter anderem ist  in den Kommunen im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine ausreichend große Anzahl an Geschäften, Hotels, Restaurants und Cafés nachzuweisen, die jeweils mehrere Fairtrade-Angebote verarbeiten oder verkaufen. Dazu zählen vor allem Produkte der Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt (GEPA), von El Puente – Partnerschaftlicher Welthandel und der Fairhandelsgenossenschaft DWP.

In Arbeit
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Die Kommunen selbst verpflichten sich, selbst nur noch Fairtrade-Kaffee sowie mindestens ein weiteres Fairtrade-Produkt einzukaufen. Mit der Übergabe der Urkunde wird die Inselgemeinde Langeoog Mittwoch ein Teil einer weltweiten Bewegung, der Kampagne Fairtrade Towns. Es gibt mittlerweile über 1000 Fairtrade-Städte und -Kommunen auf der ganzen Welt, die sich für fairen Handel stark machen, davon schon 76 in Deutschland.

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