Fluggesellschaft Lufthansa baut Flüge nach China wieder aus

Die Airline steuert künftig vier Mal in der Woche chinesische Städte von Europa aus an. Deutsche Staatsbürger dürften zunächst aber wohl kaum mitfliegen.

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Neben zwei Flügen von Frankfurt nach Schanghai und einem nach Nanjing bietet die Tochter Swiss Airlines künftig noch einen Flug von Zürich nach Schanghai an. Quelle: dpa

Trotz einer Ausweitung der Flüge der Lufthansa-Gruppe nach China bleibt es für Bundesbürger in der Coronakrise schwierig, ins Reich der Mitte zu fliegen. Wie die Lufthansa-Gruppe am Freitag mitteilte, wird die Zahl ihrer wöchentlichen Flüge bis Monatsende von zwei auf vier verdoppelt. Neben zwei Lufthansa-Flügen von Frankfurt nach Schanghai und einem nach Nanjing bietet die Tochter Swiss Airlines dann noch einen Flug von Zürich nach Schanghai an.

Das Angebot zum Hinflug können aber meist nur chinesische Staatsbürger wahrnehmen, da China die Visa-Vergabe praktisch eingestellt hat, wie die deutsche Handelskammer (AHK) in China berichtete. Hingegen erleichtern die Flüge zurück nach Deutschland die Möglichkeiten für Bundesbürger und andere Reisende.

Um nach China zu kommen, bieten sich für Deutsche und andere Europäer vor allem die Sonderflüge an, die die Handelskammer seit Ende Mai in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden organisiert. Mit bisher vier Charterflügen sind knapp 700 Passagiere nach China geflogen, berichtete Geschäftsführer Jens Hildebrandt der Deutschen Presse-Agentur. Nächsten Mittwoch ist der fünfte Flug geplant.

Für Passagiere ist nach der Ankunft – mit wenigen Ausnahmen – eine 14-tägige Quarantäne in einem Hotel verpflichtend. Lokale Behörden können zusätzlich noch eine weitere Isolation verlangen. Bei den meisten Insassen der bisherigen Charterflüge handelte es sich um Deutsche, die schon ein Aufenthaltsrecht in China besaßen.

Da die chinesischen Behörden im Kampf gegen das Virus Ende März die Gültigkeit der Visa ausgesetzt hatten, waren viele in China tätige Wirtschaftsvertreter oder deren Familienangehörige in Deutschland steckengeblieben. Für die Flüge der Handelskammer erteilt die chinesische Botschaft jetzt aber neue Einreise-Visa.

Hildebrandt sprach sich für eine Ausweitung der regulären Flugverbindungen aus, wie jetzt bei der Lufthansa: „Es ist wichtig, dass es eine Normalisierung gibt und die Linien ihre Flüge wieder aufnehmen.“ Für den gewünschten Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen sei es notwendig, dass auch Spezialisten wieder Visa auch für kurze Aufenthalte bekämen, um in China beispielsweise Industrieanlagen zu warten oder in Betrieb zu nehmen.

Bis Ende August plane die Handelskammer noch vier weitere Flüge. „Was wir machen, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagte der AHK-Geschäftsführer.

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