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Fluggesellschaft Lufthansa lässt Gewerkschaftsstatus der Ufo gerichtlich prüfen

Die Airline hat einen Antrag beim Landesarbeitsgericht Frankfurt gestellt. Lufthansa lehnt es seit längerem ab, mit der Ufo Tarifgespräche zu führen.

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Lufthansa lässt Gewerkschaftsstatus der Ufo gerichtlich prüfen Quelle: dpa

Frankfurt Im Rechtsstreit mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO erhöht die Lufthansa den Druck. Der Konzern wolle gerichtlich klären lassen, ob Ufo die Voraussetzungen einer Gewerkschaft erfülle, und habe dazu einen Antrag beim hessischen Landesarbeitsgericht gestellt, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit.

Die Gewerkschaft habe keinen vertretungsberechtigten Vorstand und sei damit nicht in der Lage, ihre Rolle als Tarifpartner auszufüllen, hieß es zur Begründung. Man brauche aber Rechtssicherheit, um verbindliche Tarifverträge abschließen zu können.

Der stellvertretende Ufo-Chef Daniel Flohr bezeichnete den Schritt als Verzögerungstaktik der Lufthansa. Die Gewerkschaft sei tariffähig. Er wäre „extrem überrascht“, wenn das Gericht das anders sehen würde.

Die Lufthansa steht mit der Flugbegleitergewerkschaft seit Monaten auf Kriegsfuß. Ende September soll vor Gericht geklärt werden, ob die Tarifverträge rechtmäßig gekündigt wurden.

Unklarheit gibt es auch über die Vorstandsbesetzung der Ufo. Gegen eine gerichtlich zugelassene Eintragung der neuen Vorstandsmitglieder Flohr und Julia Trojan ins Vereinsregister hatten ehemalige Beiratsmitglieder der Ufo Einspruch eingelegt.

Auch darüber muss nun ein Gericht entscheiden. Bis dahin kann die Ufo keine Tarifverhandlungen bei der Lufthansa und deren Töchtern Eurowings, Germanwings und Sunexpress führen. Auch Streiks der Flugbegleiter sind solange vom Tisch.

Mehr: Air Berlin ist lange Geschichte. Doch die umlackierten Flugzeuge der Pleite-Airline sorgen weiter für Überkapazitäten. Die Bundesregierung hat das mit zu verantworten.

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