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FlugverkehrFraport und Deutsche Flugsicherung erwarten 2023 deutliche Erholung des Luftverkehrs

Die Unternehmen halten ein Erreichen des Vorkrisenniveaus in Spitzenzeiten wieder für möglich. Die knappen Personalkapazitäten könnten deshalb eine entscheidende Rolle spielen. 23.11.2022 - 11:35 Uhr

Laut Betreiber Fraport nimmt nach dem Tourismus auch der Geschäftsreiseverkehr wieder stark zu.

Foto: dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und die Deutsche Flugsicherung (DFS) gehen für 2023 von einem anhaltend kräftigen Wachstum des Luftverkehrs nach der Corona-Krise aus. „Es wird deutlich nach oben gehen“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte bei einem Pressegespräch am Dienstagabend.

Nach dem Tourismus lege auch der Geschäftsreiseverkehr mittlerweile stark zu. In Spitzenzeiten werde die Passagierzahl 2023 am größten deutschen Flughafen das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen.

Eine konkrete Prognose für 2023 wollte Schulte noch nicht nennen. In diesem Jahr erwartet Fraport insgesamt rund 50 Millionen Fluggäste in Frankfurt, dies entspricht 70 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019.

Mit vielen Einstellungen werde Fraport sich darauf vorbereiten, sagte Schulte. Nach 1800 neuen Mitarbeitenden 2022 seien für 2023 etwa 1000 Einstellungen geplant, vor allem bei den Bodenverkehrsdiensten.

Der Personalmangel hatte in Frankfurt vor allem bei der Gepäckabwicklung zu Stau geführt. Die Lufthansa hatte viele Flüge aus dem Programm genommen, um Chaos zu vermeiden. Deshalb sei der Airport langsamer gewachsen als die anderen Drehkreuze in Europa wie Paris oder Amsterdam.

Deutsche Flugsicherung: Personalkapazität ein „Schlüsselthema“

DFS-Chef Arndt Schoenemann geht davon aus, dass die Lotsen im kommenden Jahr 90 Prozent der Flugbewegungen von vor der Krise dirigieren. In diesem Jahr waren es 82 Prozent des Aufkommens von 2019. Die DFS werde mit 136 neuen Flutlotsen 2022 und 2023 die Personalkapazität aufstocken.

>> Lesen Sie auch: Gute Zahlen, hohe Reiselust: Warum Anleger bei Luftfahrt-Aktien dennoch skeptisch sind

„Das ist ein Schlüsselthema“, sagte Schoenemann. Nur fünf Prozent der Bewerber schafften den Aufnahmetest. Die Zahl der Bewerbungen sei gesunken, so dass die DFS die Werbetrommel rühren müsse.

Wegen des Ukraine-Krieges werde es auch im nächsten Jahr noch Einschränkungen des Luftraums über Deutschland geben, erklärte der DFS-Chef. Durch Militärflüge der Nato sei der Luftraum manchmal bis zu 20 Mal am Tag mit kurzem Vorlauf von einer halben Stunde für die zivile Luftfahrt eingeschränkt. Die Luftwaffe habe das gegenüber der Flugsicherung als „new normal“ bezeichnet.

rtr
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