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Folli Follie Das Wunder an der Ägäis

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Glück mit verrückten Verrücktheiten.

So shoppen Multi-Millionäre im Internet
Der Luxus erhält Einzug in die virtuelle Einkaufswelt. Der Online-Shop "The Billionaire Shop" konzentriert sich ganz auf exklusive und teure Güter: Schnelle Autos, Luxus-Villen, Helikopter und Brilliant-Uhren. Hier kommen Multi-Millionäre, die mit einem Klick ihr Geld loswerden wollen, voll auf ihre Kosten. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot
Wer das nötige Kleingeld hat: Der luxuriöse Shop versteht sich nach eigenen Angaben als Anlaufstelle für Lottogewinner, die nicht so richtig wissen, wohin mit ihrem Geld. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot
Dieses Problem dürfe mit dem Luxusshop, der im Grunde genauso wie Amazon funktioniert, gelöst sein. Eine der beliebtesten Rubriken sind die Privatjets. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot
Die Macher des Online-Shops kommen aus Schweden und betreiben auch die internationale Glücksspiel-Seite Multilotto.com. Gegenüber Mashable sagte ein Sprecher, dass es bislang für Millionäre nicht leicht war, Luxusprodukte unkompliziert im Internet zu kaufen. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot
Wer sich eine Luxusuhr kaufen will, schiebt beispielsweise die Patek Philippe für 1.390.000 Euro in den Einkaufswagen und bezahlt dann per Mausklick. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot
Wer viel Geld hat, kann auch viel ausgeben: Zum Beispiel 289.000 Euro für einen Lamborghini, den The Billionaire Shop für seine wohlhabende Zielgruppe dann nach Hause verschifft. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot
Und wenn der vermögende Internet-Nutzer zu Hause merkt, dass er eigentlich lieber den schwarzen Mosler Raptor GTR haben wollte, kann er den roten Flitzer wieder zurückgeben. (Foto: Screenshot The Billionaire Shop) Quelle: Screenshot

In Italien mauserten sich damals die großen Luxusmarken von Namen, die unter Kennern geschätzt waren, zu internationalen Nobelbrands. Das junge Paar wurde schnell in der Modeszene bekannt, verkehrte unter anderem mit der Miuccia Prada, der Prinzipalin des gleichnamigen Taschenmachers. In jenen Jahren kam die Idee auf, ein eigenständiges Label zu schaffen.

Weil Italien damals als neu entdecktes Luxusland mehr in Mode war als je zuvor, gaben die Gründer ihrer Marke den italienischen Namen Folli Follie: Verrückte Verrücktheiten. Der Name erwies sich als glückliche Wahl. Er wird auch von Franzosen und Angelsachsen verstanden, ist überall leicht auszusprechen und hat in keiner Sprache der Welt eine lächerliche Nebenbedeutung. Vor allem wollten sich die Gründer mit dem ungewöhnlichen Namen von den klassischen Schmuck- und Uhrenmarken absetzen. Frech sollte die Marke sein, witzig und alles andere als staatstragend.

Die beiden sattelten noch eins drauf: Statt sich in der Modehochburg Mailand zu etablieren, beschlossen sie, ihre frisch geschaffene Marke in Griechenland aufzubauen. 1982 war es so weit: Sie eröffneten ihren ersten Laden an der Solonos-Straße. Für das junge Unternehmerpaar war der Start auf einer der führenden Athener Einkaufsmeilen ein mutiger Schritt, der sich jedoch schnell bezahlt machte.

Der neue Laden kam bei den Athenerinnen an – nicht zuletzt, weil Folli Follie geschickt die Marktlücke zwischen Modeschmuck und Luxus besetzte. Zielen die herkömmlichen Schmuckmarken auf die großen Ereignisse wie Hochzeiten, runde Geburtstage oder Verlobungen als Anlass für den Kauf ihrer Prezisiosen, so standen die Armbänder oder Ringe von Folli Follie von Anfang an für den kleinen Luxus, den sich die Kunden auch ohne feierlichen Grund leisten wollen. Bezahlbar sollte der Luxus bleiben, auf diese Positionierung legt die Familie bis heute Wert. Nur wenige Schmuckstücke kosten mehr als 300 Euro, die meisten Armbänder kosten weniger als hundert Euro, der teuerste Ring kommt auf hundert Euro. Einzig bei der britischen Marke Links of London, die seit 2006 zum Konzern gehört, gibt es preisliche Ausreißer, die bis zu 5000 Euro gehen.

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    Entsprechend ist das Design der Stammmarke: Verspielt, jung, ein Mix von verschiedenen Materialien. Edelmetalle finden sich bei Folli Follie nur an der Oberfläche der Schmuckstücke. Statt Edelsteine zieren Glas aus dem venezianischen Murano oder Strasssteine die Ringe und Ketten. „Die typische Folli-Follie-Trägerin ist nicht etwa Staranwältin mit einem Jahreseinkommen von über 500 000 Euro oder die wohlhabende Erbin, sondern die berufstätige Mutter, die möglicherweise noch einen Hauskredit abzahlt und im Büro gut gekleidet sein will, aber nicht 2000 Euro für eine Handtasche ausgeben kann“, sagt Georgios Koutsolioutsos.

    Für diese Positionierung war Griechenland zur Zeit der Gründung von Folli Follie der ideale Markt, denn damals gab es im mittleren Preissegment so gut wie kein Angebot auf dem griechischen Schmuckmarkt. Hinzu kam, dass es im Land der Hellenen seit der Antike eine starke Juweliertradition gibt. Zwar hat das Unternehmen wie andere inzwischen einen Großteil der Produktion nach China und in andere Niedriglohnländer verlagert, aber die Produkte für Links of London werden noch immer fast ausschließlich im Stammland hergestellt.

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