G20-Gipfel in Hamburg Nivea-Hersteller bietet Mitarbeitern Home-Office-Tag an

In drei Monaten treffen sich die Staats- und Regierungschefs zum G20-Gipfel in Hamburg. Die Stadt fürchtet ein Verkehrschaos. Nivea-Hersteller Beiersdorf bietet seinen 2500 Beschäftigten an, im Home Office zu arbeiten.

Ein Polizist sichert in Hamburg vor dem Polizeipräsidium Nato-Draht mit Absperrband. Die Vorbereitungen für den G20-Gipfel im Juli laufen bereits auf Hochtouren. Quelle: dpa

Am ersten Tag des G20-Gipfels in Hamburg können Mitarbeiter des Nivea-Herstellers Beiersdorf von zu Hause aus arbeiten - oder von irgendwo anders außerhalb des Unternehmens. Die rund 2500 Beschäftigten könnten damit am 7. Juli angesichts der erwarteten Absperrungen und Demonstrationen vermeiden, in Staus festzustecken, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

„Der Konzern nutzt den „Ausnahmezustand“ des G20-Gipfels am Hauptsitz Hamburg, um flexibles Arbeiten für die gesamte Belegschaft erlebbar zu machen.“ Der „Homeoffice“-Tag gelte grundsätzlich für alle Mitarbeiter - vom Vorstand bis zum Servicemitarbeiter.

Gut drei Monate vor dem G20-Gipfel hat die Hamburger Polizei bereits damit begonnen, Elbphilharmonie, Rathaus und Messehallen vor Angriffen von Globalisierungsgegnern zu schützen. Zu Details wollte sich die Polizei nicht äußern. Auch will sie nicht alle Objekte nennen, die wegen des G20-Gipfels schon geschützt werden. Von Dienstag an erhalte die Hamburger Polizei zudem Verstärkung aus anderen Bundesländern, berichtete ein Sprecher.

Homeoffice: 10 Regeln für Arbeitnehmer

Erst am 17. März war ein zum Schutz von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) abgestellter Mannschaftswagen der Polizei völlig ausgebrannt. Für die Zeit bis zum Gipfel rechnet die Innenbehörde mit weiteren Aktionen.

Am 7. und 8. Juli werden in den Messehallen der Hansestadt Staats- und Regierungschefs aus Industrie- und Schwellenländern erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin.

Homeoffice: 10 Regeln für Arbeitgeber

Angesichts möglicher Ausschreitungen bislang unbekannten Ausmaßes forderten Unions-Innenpolitiker von Bund und Ländern ein hartes Vorgehen gegen gewaltbereite Linksextremisten. „Alle waren erschreckt bis entsetzt, was da auf die Stadt zuzukommen scheint“, sagte der Vorsitzende der in Hamburg tagenden Konferenz der innenpolitischen Sprecher von CDU und CSU, Thomas Blenke (Baden-Württemberg), am Freitag.

Schon erste Erkenntnisse über mögliche Gewalttaten sprengten alles, was bislang drei Monate vor einer Veranstaltung bekannt geworden sei. „Hier muss die entsprechende Härte des Rechtsstaates kommen“, forderte Blenke.

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