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Gemischte Weihnachtsbilanz im Handel Kleine Händler enttäuscht

Handel ist mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Quelle: dpa

Das Weihnachtsgeschäft ist zu Ende, der deutsche Einzelhandel zieht eine erste Bilanz – und die fällt gemischt aus.

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Der deutsche Einzelhandel hat eine gemischte Bilanz des Weihnachtsgeschäfts gezogen. „Bei etwas höheren Kundenfrequenzen wurden die Erwartungen vieler kleinerer Händler dennoch nicht erfüllt“, berichtete der Branchenverband HDE am Sonntag in Berlin. „Größere Unternehmen zeigen sich durchweg zufriedener als kleine und mittelständische Betriebe. Der Onlinehandel wächst dynamisch“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut Mitteilung. Da besonders große Betriebe ihre Waren häufig auch über eigene Online-Shops vertreiben, rechnet der HDE im Weihnachtsgeschäft mit einem Wachstum um zehn Prozent im Internet-Handel.

Was Braten, Baum und Co. die Deutschen kostet
Für den Einzelhandel ist die Weihnachtszeit die lukrativste Zeit des Jahres. Was die Deutschen im vergangenem Jahr für Tannenbaum, Gänsebraten und Co. ausgegeben haben, hat das Statistische Bundesamt berechnet. Quelle: dpa
WeihnachtsbäumeIm vergangenen Jahr importierten die Deutschen 2,4 Millionen Weihnachtsbäume im Wert von 24 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 4,3 Prozent (106.000 Stück). 92 Prozent der eingeführten Bäume kommen aus Dänemark. Quelle: Destatis Quelle: dpa
EinzelhandelFür den Einzelhandel ist die Weihnachtszeit traditionell die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Am meisten profitiert der Spielwarenhandel, der im November und Dezember 2016 27 Prozent seines Jahresumsatzes machte. Der Buchhandel kommt auf 25 Prozent, Unterhaltungselektronik und der Uhren- und Schmuckhandel erwirtschaften in der Weihnachtszeit je 24 Prozent ihres Jahresumsatzes. Quelle: dpa
GänsebratenIn vielen deutschen Haushalten kommt an einem der Weihnachtstage Gans auf den Tisch. Das Gros der Gänse wird importiert. 2016 wurden 5629 Tonnen Gänsekeulen importiert im Wert von 34,7 Millionen Euro - im Vorjahr waren es noch 5010 Tonnen. Die wichtigsten Lieferanten sind Polen und Ungarn. Quelle: dpa
Lebkuchen2016 wurden 73.310 Tonnen Lebkuchen in Deutschland produziert. Gegenüber dem Vorjahr ging die Produktion um 9,1 Prozent (7363 Tonnen) zurück. Quelle: dpa

Zu den beliebtesten Geschenken zählten laut HDE Bücher, Spielwaren und Bekleidung sowie Sportartikel, Kosmetik und Drogeriewaren. „Bargeld und Gutscheine stehen besonders hoch in der Gunst von Erwachsenen. Nach HDE- Schätzungen werden im Weihnachtsgeschäft rund drei Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Gutscheinen erzielt.“

Für November und Dezember hat der HDE einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro im Einzelhandel prognostiziert, drei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mehr als zwölf Milliarden Euro davon entfallen auf den Online-Handel. Für das Jahr 2017 erwartet der HDE einen Gesamtumsatz von 501 Milliarden Euro (Online-Handel 49 Milliarden Euro). Das entspricht einem Wachstum um drei Prozent.

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