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Geschäftszahlen des Katastrophenjahres Versicherer Talanx erhöht die Dividende

Der Versicherungskonzern Talanx hat seine Geschäftszahlen veröffentlicht. Quelle: dpa

Wirbelstürme wie „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ haben im vergangenen Jahr die Versicherungsbranche schwer getroffen. Die Schäden waren so hoch wie nie zuvor. Das bekam auch Talanx zu spüren.

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Der Gewinn des Versicherungskonzern Talanx ist im Hurrikan-Jahr 2017 eingebrochen. Angesichts der immensen Katastrophenschäden schrumpfte der Überschuss um mehr als ein Viertel auf 672 Millionen Euro, wie der MDax-Konzern mit Marken wie HDI und Neue Leben am Montag in Hannover mitteilte.

Für 2018 peilt Vorstandschef Herbert Haas weiterhin einen Überschuss von 850 Millionen Euro an. Haas gibt den Chefposten im Mai nach fast zwölf Jahren an seinen Vorstandskollegen Torsten Leue ab und soll dann selbst an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln. Leue leitet bisher das internationale Privat- und Firmenkundengeschäft.

Die Aktionäre sollen je Anteilsschein eine Ausschüttung von 1,40 Euro erhalten. Das sind 5 Cent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als im Schnitt von Analysten erwartet. Nach dem Handelsstart gewann die Talanx-Aktie am Morgen 2,33 Prozent an Wert. Hauptnutznießer der erhöhten Dividende ist der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI), dem rund 79 Prozent der Talanx-Aktien gehören.

2017 hatten vor allem Schäden durch die Wirbelstürme „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ in den USA und der Karibik die weltweite Versicherungsbranche hart getroffen. Insgesamt summierten sich die Schäden laut Haas auf 134 Milliarden US-Dollar (109 Mrd Euro) - so viel wie noch nie in der Geschichte der Branche. Bei Talanx musste vor allem die Rückversicherungstochter Hannover Rück für die Begleichung der Schäden tief in die Tasche greifen. Talanx gehört gut die Hälfte des weltweit drittgrößten Rückversicherers.

Konzernweit summierten sich die Großschäden 2017 bei Talanx und Hannover Rück auf rund 1,6 Milliarden Euro. Mit 492 Millionen Euro musste Talanx auch in der Erstversicherung fast doppelt so viel für Großschäden bezahlen wie ein Jahr zuvor.

Im Gesamtkonzern stiegen die Prämieneinnahmen 2017 zwar um sechs Prozent auf 33,1 Milliarden Euro. Im Schaden- und Unfallgeschäft reichten sie dennoch nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken.

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