Gewerkschaft Verdi mahnt Air-Berlin-Käufer müssen Verantwortung übernehmen

Im Zuge der endenden Verhandlungsfrist bei der insolventen Air Berlin appelliert Verdi an die soziale Ader der Käufer. Man dürfe sich nicht nur an den lukrativen Anteilen bereichern. Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.

Air-Berlin-Käufer müssen laut Verdi Verantwortung übernehmen Quelle: Reuters

BerlinVor Ende der Verhandlungsfrist bei der insolventen Air Berlin nimmt die Gewerkschaft Verdi die möglichen Käufer Lufthansa und Easyjet in die Pflicht. Die Air-Berlin-Beschäftigten werden von ihnen nach Unternehmensangaben nicht direkt übernommen. Die Erwerber dürften sich nicht vor ihrer sozialen Verantwortung drücken, forderte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle am Mittwoch. Während sich Käufer an Maschinen sowie Start- und Landrechten bereicherten, müssten sich die Mitarbeiter auf ihre eigenen Stellen neu bewerben oder würden arbeitslos.

„Die Unternehmen kaufen lukrative Anteile zum Schnäppchenpreis und kümmern sich nicht um die Menschen“, kritisierte Behle. Die Bieter müssten Übernahmeregelungen schaffen. Air Berlin verhandelt bis zu diesem Donnerstag mit Lufthansa und Easyjet. Sobald die Entscheidung gefallen ist, will Verdi Tarifverhandlungen mit den Käufern beginnen.

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