Gewerkschaft Verdi ruft Amazon-Mitarbeiter zum Streik auf

Bereits seit 2013 dauert der Tarifkonflikt bei Amazon an. Verdi fordert für die Mitarbeiter die gleichen Regelungen, wie für den Einzel- und Versandhandel.

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Verdi will den E-Commerce-Riesen bestreiken. Quelle: dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft im seit Jahren schwelenden Tarifstreit mit Amazon die Mitarbeiter an sieben Standorten in Deutschland zum Streik auf. Die teilweise mehrtägigen Arbeitsniederlegungen in Leipzig, Rheinberg, Werne, Bad Hersfeld (zwei Standorte) und Koblenz sollen am 2. Mai beginnen, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit. Der Tarifkonflikt bei Amazon dauert bereits seit 2013 an. Verdi fordert für die Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Versandzentren tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel-und Versandhandel üblich sind. Amazon nimmt indes Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger bezahlt wird.

Mit dem Streik soll laut Verdi auch ein Zeichen gegen die „ständige Überwachung und Verhaltenskontrolle durch Amazon“ gesetzt werden. „Wir wissen, dass das Unternehmen seine Angestellten ausspioniert hat. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf zu wissen, ob Amazon Video- und Audioaufnahmen, Informationen aus den sozialen Netzwerken, über eine Gewerkschaftsmitgliedschaft oder andere personenbezogene Daten sammelt und damit die EU-Datenschutzgesetze verletzt“, erklärte Christy Hoffman, Generalsekretärin der Internationalen Dienstleistungsgewerkschaft UNI Global Union, die 20 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 150 Ländern weltweit vertritt. In den USA haben die Beschäftigten im April im New Yorker Stadtbezirk Staten Island die erste Gewerkschaftsgründung bei Amazon in den Vereinigten Staaten durchgesetzt.

Mehr: Der scheidende Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds mahnt, über den Krieg wichtige Investitionen nicht zu vergessen. Vor allem den Finanzminister sieht er in der Verantwortung.

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