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Großaktionär Haselsteiner stockt auf Spac-Börsengang von Signa Sports United noch vor Weihnachten

Signa Holding ist die Muttergesellschaft von Karstadt. Der Konzern findet sich mit einer neuen Hierachie wieder. Quelle: dpa

Hans Peter Haselsteiner, Großaktionär des Baukonzerns Strabag, hat seinen Anteil an der Signa Holding deutlich ausgebaut. Nach Freigabe der Börsenaufsicht steht dem Börsengang von SSU wohl nichts mehr im Weg.

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Neue Eigentümerstruktur beim österreichischen Handels- und Immobilienkonzern Signa, zu dem die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof gehört: Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat Hans Peter Haselsteiner, Großaktionär des Baukonzerns Strabag, seinen Anteil an der Signa Holding von 10,1 auf 15 Prozent ausgebaut. Haselsteiner hatte bereits im Frühjahr bestehende Signa-Immobilienbeteiligungen in Holding-Anteile getauscht.

„Sowohl die Wandlung der Immobilienbeteiligungen in eine solche an der Holding, als auch deren Aufstockung war von der Überzeugung getragen, dass die (indirekte) Beteiligung an allen in der Signa Holding beheimateten Sparten für die Zukunft die vielversprechendste Anlageform sein wird“, teilte Haselsteiner mit. Zudem sind bei der Signa Holding weitere Großinvestoren an Bord, die bislang nicht öffentlich in Erscheinung getreten sind. So sind nach Recherchen der WirtschaftsWoche der Schweizer Unternehmer Arthur Eugster, Gründer des Kaffeemaschinenherstellers Eugster/Frismag, sowie die Industriellenfamilie Koranyi-Arduini bei der Signa Holding engagiert.

Sie haben sich unter anderem an Kapitalerhöhungen 2019 und 2020 in größerem Umfang beteiligt. „Die Familien Eugster und Koranyi-Arduini sind seit vielen Jahren als Finanzinvestoren im Immobilienbereich in geschäftlicher Verbindung mit Familie Benko Privatstiftung und/oder Signa-Gesellschaften“, teilt Signa dazu mit. „Beide sind sehr erfolgreiche Unternehmerfamilien, die auch Gesellschaftsbeteiligungen im Immobilienbereich halten.“

Die Signa Holding ist die Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe, mit zahlreichen Beteiligungen im Immobilien-, Medien- und Handelsbereich. Dazu zählt neben Galeria Karstadt Kaufhof unter anderem auch die Berliner Sport-Onlineplattform Signa Sports United (SSU). Signa plant, das Unternehmen über eine SPAC-Transaktion an die New Yorker Börse zu bringen. Ursprünglich war das Börsenlisting schon im Herbst vorgesehen. Doch daraus wurde nichts. Signa führt als Grund hierfür an, dass so viele Börsengänge per SPAC geplant seien. Die Zeit für Bearbeitung, Prüfung und Freigabe durch die Börsenaufsicht SEC sei von zwei bis drei auf vier bis sieben Monate gestiegen. „Dies ist der ausschließliche Grund der Verschiebung.“ Bis Weihnachten soll der Börsenstart nun erfolgen, teilt ein Signa-Sprecher mit. Dies sei der „derzeitige Planungsstand laut Auskunft der SEC“.

Mehr zum Thema: Expolitiker und Wirtschaftsbosse schmücken die Signa-Gruppe von Galeria-Eigner René Benko. Doch im Hintergrund agieren bislang unbekannte Finanziers. Eine Spurensuche nach den geheimen Geldgebern des Herrn B.

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