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Großhändler Metro-Umsatz leidet zunehmend unter Corona-Folgen

Im ersten Quartal hat der Handelskonzern Umsatz und Gewinn gesteigert. Doch die Corona-Beschränkungen schlagen sich verstärkt in der Metro-Bilanz nieder.

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Das Unternehmen sieht sich finanziell gut aufgestellt. Quelle: dpa

Der Großhandelskonzern Metro hat zu Beginn der Coronakrise Umsatz und operativen Ertrag gesteigert. Der Düsseldorfer Konzern steigerte im zweiten Quartal den Umsatz um 1,8 Prozent auf sechs Milliarden Euro, wie er am Mittwoch mitteilte. Der operative Ertrag (bereinigtes Ebitda) legte von Januar bis März leicht um drei Millionen Euro auf 133 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb aber nach Minderheiten ein Verlust von 87 Millionen Euro.

„Metro ist mit ihren Geschäftsbereichen und Kundenstrukturen deutlich weniger durch die Covid-19-Krise getroffen als andere Unternehmen“, sagte Konzernchef Olaf Koch. Seit Mitte März bekommen aber auch die Düsseldorfer die Auswirkungen der Krise deutlich zu spüren – denn wichtige Kunden wie Hoteliers und Gastronomen mussten wegen der behördlichen Auflagen zur Eindämmung der Pandemie in vielen Ländern vorübergehend schließen.

Die Entwicklung in Bezug auf Umsatz und Ergebnis sei seitdem eindeutig negativ, räumte Metro ein. Jeder weitere Monat mit den Einschränkungen werde zu rund zwei Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr führen.

Metro hatte bereits Anfang April die Jahresprognose kassiert. Grund seien erwartete negative Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Umsatz und Ergebnis im zweiten Halbjahr, hieß es zur Begründung.

Die Coronakrise macht derzeit besonders dem Geschäft mit Gastronomen und Hoteliers zu schaffen. So sind zahlreiche Restaurants durch die behördlichen Auflagen vorübergehend geschlossen. Dadurch sei der Umsatz mit diesen Kunden um rund 75 Prozent eingebrochen, hatte Metro erklärt. Das Geschäft mit anderen Kunden wie Betreibern kleiner Läden und Verbrauchern läuft dagegen – sie hatten sich zu Beginn der Coronakrise unter anderem mit Lebensmitteln eingedeckt.

Metro fühle sich finanziell gut aufgestellt, hatte der Konzern erklärt. Dadurch und auch durch die Mittelzuflüsse aus den Verkäufen des China-Geschäfts und der Supermarktkette Real werde Metro nicht auf staatliche Hilfen zurückgreifen müssen.

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