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Großhandelskonzern Metro bekommt einen neuen Chef

Der Metro-Aufsichtsrat hat einstimmig einen neuen Vorsitzenden gewählt. Im Mai tritt Steffen Greubel sein Amt an, dann will er das Wachstum des Konzerns ankurbeln.

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Aktuell ist Greubel Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe. Quelle: dpa

Der Großhandelskonzern Metro bekommt einen neuen Chef. Der Aufsichtsrat bestellte in einer außerordentlichen Sitzung am Montag Steffen Greubel zum neuen Vorsitzenden, wie Metro mitteilte. Der Manager unterzeichnete einen Dreijahresvertrag und tritt sein neues Amt im Mai an. Er wolle bei Metro das Wachstum ankurbeln, kündigte er an.

Aktuell ist Greubel Mitglied der Konzernführung der durch ihre Schrauben bekannt gewordenen Würth-Gruppe, die 2020 einen Umsatz von rund 14,4 Milliarden Euro erzielte. Dort habe er das Kerngeschäft und strategische Projekte geleitet und Erfahrung im Großhandelssektor gesammelt, hieß es in der Mitteilung.

Der neue Chef sei einstimmig vom Aufsichtsrat gewählt worden. Hinter dem neuen Chef stehen also auch die Großaktionäre – der Milliardär Kretinksy und die Altaktionäre Beisheim und Meridian, die gemeinsam agieren. Beide Blöcke haben Vertreter im Aufsichtsrat und in der Vergangenheit nicht immer an einem Strang zogen. Die im MDax gelistete Metro-Aktie notierte knapp zwei Prozent im Plus.

Auf den neuen Metro-Chef kommt bei dem Konzern mit einem Jahresumsatz von zuletzt 25,6 Milliarden Euro und knapp 100.000 Mitarbeitern viel Arbeit zu. Sein zum Jahreswechsel ausgeschiedener Vorgänger Olaf Koch hatte den einst weit verzweigten Handelsriesen auf den Großhandel ausgerichtet und dazu unter anderem die Kaufhof-Warenhäuser und die Real-Supermärkte verkauft. Seit Jahresbeginn agieren Finanzchef Christian Baier und Vorstand Rafael Gasset gemeinsam als Interims-Chefs.

Greubel muss nun das Geschäft mit Dienstleistungen und der Belieferung zentraler Kundengruppen wie Hoteliers und Gastronomen ausbauen. Dabei muss er auch zunächst mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie umgehen, die die beiden wichtigen Kundengruppen trifft.

Ziel ist es, den chronisch renditeschwachen Handelsriesen profitabler zu machen. Ein gutes Händchen braucht Greubel auch im Umgang mit den Großaktionären. Doch immerhin haben sich die beiden nun auf wichtige Personalien verständigt. Vor der Bestellung des neuen Chefs hatten sie sich bereits auf eine Kandidaten-Liste für vakante Posten im Aufsichtsrat geeinigt. Kretinsky kontrolliert gut 40 Prozent der Metro-Anteile, die Altaktionäre rund 23 Prozent

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