Guo Guangchang Fosun-Gründer wieder aufgetaucht

Der zwischenzeitlich verschwundene milliardenschwere Gründer der chinesischen Investmentgesellschaft Fosun steht offenbar selbst im Fadenkreuz der Behörden. Mittlerweile ist er aber wieder aufgetaucht.

Fosun-Gründer wieder aufgetaucht Quelle: REUTERS

Die am Freitag bekanntgewordenen Ermittlungen drehten sich "zum größten Teil" um Guo Guangchangs "persönliche Angelegenheiten", sagte der Präsident der von Guo kontrollierten Firma, Wang Qunbin, am Sonntag in einer Telefonkonferenz. Bislang war nur bekannt gewesen, dass Guo - dessen Verbleib gut zwei Tage lang unklar war - die Behörden bei "bestimmten Untersuchungen" unterstütze.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Worum es dabei im Detail geht, ist nicht bekannt. Im Sommer war sein Name im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen gefallen. Guo befindet sich den Angaben zufolge in Shanghai, dem Firmensitz von Fosun. Zwei Tage lang war unklar, wo sich der Firmenchef befindet. Guo war am Donnerstag zum letzten Mal in Begleitung von Polizisten an einem Flughafen in Shanghai gesehen worden, meldete „Caixin“ unter Verweis auf Nachrichten in sozialen Netzwerken.

Die nächsten 15 Giganten aus China

Das Unternehmen bemüht sich derzeit gleich um zwei Bankhäuser in Europa: die Privatbank Hauck & Aufhäuser und das deutsch-britische Institut BHF Kleinwort Benson. Bei letzterem hat allerdings die französische Privatbank Oddo & Cie mit einer höheren Offerte die Nase vorn. Sie bekam inzwischen unter Auflagen grünes Licht der Europäischen Zentralbank.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Monaten ihre Anti-Korruptionsermittlungen vor allem im Finanzsektor deutlich ausgeweitet. Eine ganze Reihe von Managern war vorübergehend nicht auffindbar. Der 48-jährige Guo, dessen Privatvermögen auf 5,7 Milliarden Dollar geschätzt wird, ist nun das prominenteste Beispiel. Nach Konzernangaben ist Guo - so weit es ihm möglich ist - nach wie vor in Entscheidungen des Tagesgeschäfts eingebunden. "Das Geschäft läuft normal." Das Unternehmen sei nicht von einem einzelnen Top-Manager abhängig, betonte die Führungsspitze nun. Die Firma sei finanziell gesund.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%