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Handelskonzern Metros Strategie für ein Leben nach dem Dax

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Vorteile der zweiten Liga

Die Tricks von Media Markt
Illustration Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Regalplatz für hochauflösende Fernsehgeräte Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Werbelogos von Top-Elektronikmarken an den Wänden Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Internet-Ecke Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Promotioninsel für Mobilfunk Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Lockangebote Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Trittspuren auf dem Fußboden Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber

Weicht Metro, leidet nicht nur das Prestige. Aktienfonds, die den Index nachbilden, müssten verkaufen. Das könnte den Druck auf die Aktie weiter erhöhen. Vor allem in der Haniel-Familie, die 34 Prozent der Metro-Anteile hält, dürfte das für wenig Begeisterung sorgen. Die Metro-Beteiligung macht 49 Prozent des hanielschen Gesamtportfolios aus. Immerhin, mit einer weiteren Bonitätsabstufung der eigenen Holding durch Ratingagenturen rechnet in Duisburg vorerst niemand.

Auch die Metro-Spitze gibt sich ob des drohenden Dax-Fiaskos demonstrativ gelassen. „Das wäre ganz sicher nicht schön“, sagte Koch unlängst, „aber das Leben geht weiter.“ Zudem böte die zweite Reihe die Chance, die Hausaufgaben zu erledigen, ohne dass Medien und Analysten gleich jede Regung im Konzern kommentieren, heißt es in Düsseldorf. Ein Aufsichtsrat wertet derlei Aussagen indes als „reinen Zweckoptimismus“ und interpretiert den drohenden Dax-Exodus eher als „Weckruf, endlich zu Potte zu kommen“.

Tatsächlich wird Metro intern wie extern inzwischen als akuter Krisenfall wahrgenommen. Metro sei nur noch „ein Schatten ihrer selbst“ konstatierte jüngst die „Lebensmittelzeitung“. Hinter vorgehaltener Hand vergleiche mancher den Handelsriesen schon mit Pleitefirmen wie Arcandor oder Schlecker, vermerkte gar die „Welt“.

Erhebliche Kraftreserven

Derlei Untergangsszenarien sind verfrüht. Nach wie vor verfügt der Konzern über erhebliche Kraftreserven. 2011 verbuchte Metro 2011 ein operatives Ergebnis von 2,1 Milliarden Euro. Allein die fast 700 Immobilien des Unternehmens stehen mit einem Wert von 7,1 Milliarden Euro in den Büchern – der aktuelle Marktwert dürfte nach Metro-Berechnungen sogar um vier Milliarden Euro höher liegen.

Doch die Probleme nehmen zu – in fast allen Divisionen und in sämtlichen Regionen.

Das Metro-Reich

Für sich genommen, sind die Schwierigkeiten überschaubar. Doch in Summe droht die Verzettelung, fehlt es an Finanz- und Managementressourcen, um alle Vertriebslinien gleichzeitig auf Kurs zu halten. So steigt der Druck auf Koch, den längst überfälligen Konzernumbau voranzutreiben und Teile des Portfolios zu Geld zu machen.

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