Hanjin-Insolvenz Richter stellen Bedingungen für Sanierungsplan

Die Pleite der südkoreanischen Reederei Hanjin hat zu Turbulenzen in der Schifffahrtsbranche geführt. Nun sorgt ein Medienbericht, laut dem der Sanierungsplan scheitern könnte, für neue Unruhe.

Aus Angst, nicht bezahlt zu werden, verweigerten zahlreiche Häfen Hanjin-Schiffen den Zugang. Quelle: Reuters

SeoulDer unter Zwangsverwaltung stehende Reeder Hanjin kann einem Medienbericht zufolge nur unter bestimmten Bedingungen überleben. Das Insolvenzgericht habe erklärt, ein Sanierungsplan werde „realistischerweise unmöglich“, wenn die vorrangigen Schulden des Konzerns eine Billionen Won (rund 800 Millionen Euro) übersteigen würden, berichtete die Agentur „Yonhap“ am Mittwoch.

Die siebtgrößte Container-Reederei der Welt hatte Ende August einen Insolvenzantrag gestellt. Die bislang größte Pleite in der Branche führte zu Turbulenzen, denn aus Angst, nicht bezahlt zu werden, verweigerten zahlreiche Häfen Hanjin-Schiffen den Zugang.

Hanjin-Aktien sackten um 20 Prozent ab. Der „Yonhap“-Bericht schürte Sorgen, das Unternehmen könne in die Liquidation schlittern. Hanjin hatte Ende Juni rund 4,8 Milliarden Euro Schulden.

Hanjin hatte zuletzt damit begonnen, gecharterte Schiffe an die Besitzer zurückzugeben. Zudem versucht der Konzern, Gelder zusammenzubringen, um die Ladung auf vielen seiner Schiffe löschen zu können. An Bord der Schiffe, die sich auf Häfen in der ganzen Welt verteilen, sollen sich Güter im Wert von rund 14 Milliarden Dollar befinden. Hanjin hatte Anfang September 141 Schiffe, davon 97 Container-Schiffe. Von diesen waren 60 ausgeliehen (gechartert) und 37 im Hanjin-Besitz. Weltweit leiden Reedereien unter Überkapazitäten und einer abnehmenden Nachfrage.

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