Hauptversammlung Metro-Aufsichtsratschef weist Vorwurf des Insiderhandels zurück

Jürgen B. Steinemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Metro AG, bei der Hauptversammlung. Quelle: dpa

Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann hat auf der Hauptversammlung des Konzerns die Vorwürfe der Marktmanipulation zurückgewiesen.

Der Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann hat die gegen ihn und andere Manager des Konzerns erhobenen Vorwürfe der Marktmanipulation und des Insiderhandels zurückgewiesen. Steinemann sagte am Freitag auf der Hauptversammlung des Lebensmittelhändlers, er sei überzeugt, dass die seit Monaten andauernden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft am Ende zeigen würden, dass die Vorgänge rund um die Aufspaltung der „alten Metro“ in einen Elektronik- und einen Lebensmittelkonzern gesetzeskonform gewesen seien. Das gelte auch für die von ihm vorgenommenen Aktienkäufe. „Die Vorwürfe werden nicht tragen“, sagte Steinemann.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt nach einer Strafanzeige der Wertpapier-Aufsicht Bafin gegen Verantwortliche des alten Metro-Konzerns wegen möglichen Insiderhandels mit Metro-Aktien. Außerdem geht sie dem Verdacht der Marktmanipulation durch das Zurückhalten von veröffentlichungspflichtigen Informationen nach. Im November vergangenen Jahres durchsuchte die Staatsanwaltschaft deshalb die Räume der Metro.

Deutschlands einst größter Handelskonzern hatte sich im Sommer vergangenen Jahres nach mehr als 20 Jahren in zwei selbstständige Unternehmen aufgespalten: in ein Lebensmittelunternehmen (Metro-Großmärkte, Real) und eine Elektronikkette (Media Markt, Saturn). Im März 2016 hatte die Metro erstmals Überlegungen zu diesem Schritt mitgeteilt.

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