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HDE-Prognose Handel erwartet Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft

Fast jeder zweite Händler rechnet mit Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Sorgen bereiten der Branche neben den steigenden Inzidenzen die Lieferschwierigkeiten.

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Die Kunden wollen mit 273 Euro pro Kopf ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Quelle: dpa

Trotz vierter Corona-Welle, Lieferproblemen und hoher Inflation rechnen die deutschen Einzelhändler mit einem Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft. Die Einnahmen dürften im November und Dezember um zwei Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 111,7 Milliarden Euro steigen, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag voraussagte.

„Die hohen Sparguthaben und die gute Verbraucherstimmung stellen die Weichen für einen versöhnlichen Jahresausklang nach einem für viele Händler mit den Lockdowns existenzbedrohendem ersten Halbjahr“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin.

Der Verband sieht aber auch Risiken für den Jahresendspurt. „Alles hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen ab“, sagte Genth. Der Handel werde seine erprobten Hygienekonzepte anwenden, die Maskenpflicht beibehalten und versuchen, mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Ansteckungen ist aktuell erstmals über die Schwelle von 200 gestiegen.

Als weitere mögliche Negativ-Faktoren wurden von Genth die bei einzelnen Produkten auftretenden Lieferschwierigkeiten sowie die steigende Inflation genannte. Beides seien aber wohl kurzfristige Probleme, die lediglich vorübergehend Bestand haben dürften, so der HDE. Mangel gibt es derzeit beispielsweise bei Halbleitern, die in vielen Produkten zum Einsatz kommen. Der japanische Unterhaltungskonzern Nintendo etwa musste gerade erst wegen des Engpasses an Chips und Elektronikbauteilen sein Produktionsziel für die Switch-Spielekonsole herunterschrauben.

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    Auch die hohe Inflation könnte die Lust der deutschen Verbrauchern am Weihnachtseinkauf dämpfen. Aktuell liegt die Inflationsrate mit 4,5 Prozent so hoch wie seit 1993 nicht mehr, weil vor allem für Energie mehr bezahlt werden muss.

    „Die letzten beiden Monate sind nach den Corona-Lockdowns im ersten Halbjahr für viele Händler wichtiger als je zuvor“, sagte Genth. „Traditionell machen klassische Geschenke-Branchen wie der Spielwarenhandel mehr als ein Fünftel ihres Jahresumsatzes in November und Dezember.“

    Einer HDE-Umfrage unter 450 Unternehmen aller Branchen, Größenklassen und Standorte zeige, dass 45 Prozent der Händler Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erwarten. Ein Drittel kalkuliert mit stabilen Umsätzen. Die Kunden wollen demnach mit 273 Euro pro Kopf ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Geschenkgutscheine bleiben das beliebteste Geschenk.

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