Hennes und Mauritz H&M strebt nach Südafrika und auf die Philippinen

Die zweitgrößte Modekette der Welt ist auf Wachstumskurs. H&M präsentiert gute Zahlen und will weiter expandieren.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte H&M Chef Karl-Johan Persson seinen Aktionären beste Zahlen präsentieren. Quelle: AP

Während  viele kleine Einzelhändler und mittelständische Modemarken kämpfen und zuletzt Strenesse-Vorstandschef Luca Strehle einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung stellte, geht es den großen Ketten wie H&M und der Zara-Mutter Inditex blendend.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte H&M-Chef Karl-Johan Persson seinen Aktionären am Dienstagnachmittag in Stockholm beste Zahlen präsentieren. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 150 Milliarden schwedische Kronen (rund 16,5 Milliarden Euro), der operative Gewinn kletterte um zwei Prozent auf  22,7 Milliarden schwedischen Kronen (rund 2,5 Milliarden Euro) und lag damit etwas niedriger als von Analysten erhofft.

H&M, zu dem auch die Marken COS, Cheap Monday, & Other Stories, Monki und  Weekday zählen, hat im vergangenen Geschäftsjahr 356 neue Läden eröffnet und beschäftigt insgesamt 116.000 Mitarbeiter.

In diesem Jahr will die schwedische Modekette 375 neue Läden eröffnen. Mit einem Geschäft in Melbourne startete  H&M bereits auf dem australischen Markt. Im Herbst soll ein erstes Geschäft in Manila auf den Philippinen dazu kommen, ebenso steht Indien auf dem Plan. In 2015 sollen die ersten Läden in Südafrika eröffnen.

Ziel ist es, die Anzahl der Läden jedes Jahr um 10 bis 15 Prozent zu erhöhen. Die meisten H&M-Geschäfte werden in China und den USA dazukommen. Das Unternehmen sieht außerdem noch Expansionsmöglichkeiten in Russland, Deutschland, Italien und Polen.

Die Marke COS, die im Gegensatz zu H&M etwas hochpreisiger ausgelegt ist, hat in Norwegen, der Türkei und Singapur im vergangenen Jahr erste Geschäfte eröffnet und ist mit 85 Läden in 19 Ländern vertreten.

In diesem Jahr will COS einen ersten Laden in SoHo in New York eröffnen, außerdem sollen Geschäfte in Seoul (Südkorea), Melbourne (Australien) und Genf (Schweiz) dazukommen.

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Auf dem deutschen Markt macht sich indes ein japanischer Konkurrent breit: Uniqlo – eine Abkürzung für Unique Clothing – eröffnete vor wenigen Tagen in Berlin seine erste Filiale in Deutschland in der Tauentzienstraße – eine Kampfansage an H&M und Zara. Die Japaner wollen mit einfacher, aber  qualitativ hochwertiger Alltagskleidung punkten. 856 Geschäfte betreibt die Mutter Fast Retailing in Japan und 512 Geschäfte im Ausland. Im Gegensatz zu H&M und Zara verwendet Uniqlo für die Entwicklung der Produkte ein Jahr und wechselt nicht alle drei Monate seine Kollektionen.

Zwar stagniert nach Angaben des Bundesverbands des Bekleidungshandels der gesamte Textileinzelhandel  in Deutschland bei rund 60 Milliarden Euro Umsatz. Trotzdem dürften die großen Monolabelstores wie H&M, Zara und vielleicht demnächst Uniqlo weitere Marktanteile zulasten kleiner Einzelhändler gewinnen.

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