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Hudson's Bay Kaufhof entlässt Europa-Chef Link

Exklusiv
Das Logo von Galeria Kaufhof an einer Filiale in Düsseldorf. Quelle: dpa

Die kanadische Mutter der deutschen Handelskette Kaufhof hat sich heute von Wolfgang Link getrennt. Er hatte zuletzt das Europageschäft von Hudson's Bay geleitet und war Aufsichtsratsvorsitzender der Tochter Kaufhof.

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Die kanadische Mutter der deutschen Handelskette Kaufhof hat sich heute von Wolfgang Link getrennt. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus dem Unternehmen. Link hatte zuletzt das Europageschäft von Hudson's Bay (HBC) geleitet und war Aufsichtsratsvorsitzender der Tochter Kaufhof. Er war erst im Mai 2017 zu der Handelskette gekommen und steuerte anfangs auch das operative Geschäft von Kaufhof. Das Unternehmen gab hierzu keine Stellungnahme ab.

Die Kanadier hatten die Trennung von Link schon vor längerer Zeit erwogen, den Schritt jedoch wegen Verhandlungen mit dem Betriebsrat zunächst zurückgestellt. Im März hatte ein Kaufhof-Sprecher gegenüber der WirtschaftsWoche noch Hinweise dementiert, dass Link angeschlagen sei. Auch interne Kritik, laut der die Bilanz des Europachefs „ein Desaster“ sei und Link als „völlige Fehlbesetzung“ gelte, wies der Sprecher zurück. Die Behauptungen entbehrten jeder Grundlage, hieß es damals.

Kaufhof steckt in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die Umsätze schrumpfen. Das Unternehmen schreibt rote Zahlen.

Kaufhof-Chef Neuwald will deshalb, dass die Mitarbeiter in den deutschen Filialen auf Gehalt verzichten. „Es ist den Angestellten schwer vermittelbar, dass sie auf Gehalt verzichten sollen und andererseits genug Geld für die Abfindung eines Geschäftsführers da ist“, sagt ein Insider. Nach Informationen der WirtschaftsWoche läuft der Vertrag von Link drei Jahre. Das Gehalt für diese Zeit zahlt Kaufhof ihm nun aus.

Unabhängig von der Personalie wurde die Schließung der Kaufhof-Filialen in Hof und Solingen beschlossen, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen. Der Aufsichtsrat habe aufgrund von erhöhten Mietforderungen in Solingen und baulichen Veränderungen in Hof entschieden, die Mietverträge an den beiden Standorten nicht mehr zu verlängern. Sie sollen nun Ende Januar 2019 in Hof und Ende März 2019 in Solingen auslaufen.

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