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Hygiene-Skandal Kunden meiden Burger King

Die Medienberichte über Hygienemängel bei Burger King haben die Kundschaft offenbar aufgeschreckt. Die Fastfood-Kette muss Umsatzrückgänge hinnehmen. Jetzt soll möglicherweise der Tüv helfen.

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Die umsatzstärksten Fastfood-Restaurants
Joey's Pizza
Starbucks Quelle: Reuters
Die Restaurantkette Vapiano liegt mit einem Jahresumsatz von 103,50 Millionen Euro auf dem achten Platz. Vapiano ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Bonn. Das erste Restaurant wurde 2002 in Hamburg eröffnet. Der Name Vapiano setzt sich aus den italienischen Worten "va" (gehen) und "piano" (langsam) zusammen. Das Konzept: Die Besucher erhalten am Eingang eine Karte, mit der sie sich innerhalb des Restaurants Getränke und Speisen selber holen
huGO-BildID: 16102680 ARCHIV - Einkäufer mit Taschen und Einkaufswagen gehen am 06.05.2009 in Hannover an einem Geschäft von Edeka vorbei. Die Gewerkschaft Verdi will die Vorwürfe gegen den Edeka-Marktbetreiber Simmel zu einem Fall für den Staatsanwalt machen. Man werde die zuständigen Ermittlungsbehörden bitten, die mutmaßliche Bespitzelung von Mitarbeitern zu untersuchen. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa (zu dpa 0390 vom 30.11.2009) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Nach berichten über Missstände spürt die Fastfood-Kette Burger King negative Folgen. „Das hat uns hart getroffen. In vielen deutschen Filialen verzeichnen wir Umsatzeinbußen“, sagte Deutschland-Chef Andreas Bork der „Bild“-Zeitung (Donnerstag).

Mit Qualität und Transparenz wolle man das Vertrauen der Gäste zurückgewinnen. Die meisten Filialen seien „unverdienterweise in Misskredit geraten“. Bork kündigte an, Burger King werde ein externes Institut, möglicherweise den Tüv, mit weiteren Kontrollen beauftragen.

Vergangene Woche hatte die RTL-Sendung „Team Wallraff - Reporter Undercover“ über Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen bei einem Burger-King-Lizenznehmer berichtet. Mehrere Filialen wurden daraufhin zeitweise geschlossen. Einer der Gesellschafter des betroffenen Franchisenehmers zog sich laut Burger King aus der Geschäftsführung zurück. Der Wirbel schob auch die Quoten der RTL-Reihe an.

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Am Dienstagabend äußerte auch eine ZDF-Sendung große Kritik an dem Burger-Bräter. Der Sender ließ Burger King zu einem „Duell“ mit McDonald’s antreten. Ein anonymer Schichtleiter einer Filiale gab in der Sendung zu Protokoll, dass kranke Mitarbeiter bestraft würden, indem ihnen der Lohn nicht gezahlt werde. Er berichtete von Schikanen gegen Betriebsratsmitglieder, gestrichenen Urlaubstagen und unbezahlten Überstunden.

Außerdem sagte der Informant: „Die Hygienezustände sind sehr schlecht.“ Zu wenig Personal und zu viel Druck machten es unmöglich, Sauberkeitsstandards einzuhalten. Burger King musste sich nicht nur die erneute Kritik gefallen lassen, sondern zog auch im „Duell“ mit McDonald’s den Kürzeren. Nur in den Kategorien Preis und Service lag die Kette vor dem großen US-Konkurrenten.

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