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Illegale Preisabsprachen? Schlecker-Insolvenzverwalter scheitert mit Millionenklage

25.000 Menschen verloren nach der Pleite ihren Job. Quelle: dpa

Der Schadensersatzklage über 212 Millionen Euro gegen ehemalige Lieferanten ist nicht stattgegeben worden. Schlecker soll jahrelang zu viel an sie bezahlt haben.

Der Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker ist vor dem Frankfurter Landgericht mit einer Schadenersatzklage über 212 Millionen Euro gegen ehemalige Lieferanten gescheitert. Das sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Das Urteil sei den Parteien aber noch nicht zugestellt worden, daher könne sie keine Gründe für die Ablehnung der Klage nennen. Zuvor hatte die „Lebensmittelzeitung“ darüber berichtet.

Schlecker soll jahrelang zu viel für Süßwaren, Waschmittel und Drogerieartikel bezahlt haben. Konsumgüterhersteller sollen sich in mehreren Fällen abgesprochen haben. Deshalb verklagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Nivea-Hersteller Beiersdorf, Glaxo-Smith-Kline, den Schuhcreme-Produzenten Erdal, den Rasierklingenhersteller Gillette, die Kosmetikfirma L'Oréal, den Parfümhersteller Coty sowie Procter & Gamble.

„Uns hat die Klageabweisung sehr überrascht. Wir warten jetzt die Urteilsbegründung ab und werden dann prüfen, ob wir Rechtsmittel einlegen“, sagte Geiwitz' Rechtsanwalt Kai-Thorsten Zwecker der „Lebensmittelzeitung“.
Die ehemaligen Schlecker-Lieferanten waren vom Bundeskartellamt und der EU-Kommission der Preisabsprache für schuldig befunden worden. Empfindliche Bußgelder waren verhängt worden. Die Vorgänge fielen in die Zeit vor der Schlecker-Insolvenz im Januar 2012. Bei Schlecker verloren etwa 25.000 Menschen ihren Job. Die Gläubiger forderten rund eine Milliarde Euro.

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