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Insolventer ErotikhändlerBeate Uhse hat offenbar einen Retter gefunden

Der Finanzinvestor Robus will das Kerngeschäft des insolventen Erotikhändlers übernehmen. Rund 150 Arbeitsplätze könnten so erhalten werden.Redaktion Handelsblatt 06.04.2018 - 10:19 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

Der Erotik-Konzern hatte im Dezember nach jahrelangem Niedergang die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Foto: dpa

Der insolvente Erotikhändler Beate Uhse steuert auf eine Rettung des Kerngeschäfts zu. „Läuft alles nach Plan, wird der Finanzinvestor Robus Capital Anfang Mai die werthaltigen Teile des Unternehmens übernehmen", sagte Georg Bernsau, der Generalbevollmächtigte des Unternehmens, der „Wirtschaftswoche“. „Damit könnten rund 150 Arbeitsplätze bei Beate Uhse erhalten bleiben“, so Bernsau.

Der Erotik-Konzern ist derzeit mit 345 Mitarbeitern in sieben Ländern aktiv und hatte im Dezember nach jahrelangem Niedergang die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Seither steuern die Juristen Bernsau und sein Kanzleipartner Justus von Buchwaldt sowie Vorstandschef Michael Specht die Sanierung des Unternehmens.

„Das finanzwirtschaftlich komplexe Verfahren befindet sich damit nun auf der Zielgeraden", so Bernsau. Am 19. April entscheide nun noch die Gläubigerversammlung der niederländischen Tochtergesellschaft Beate Uhse Netherlands B.V. über den Verkauf wichtiger Unternehmenswerte. „Stimmen die Gläubiger zu, wovon wir ausgehen, ist der Weg frei für eine neue Beate Uhse und das Kerngeschäft wäre gerettet“, sagte Bernsau dem Magazin.

Vergangenen Mittwoch hatten bereits die Gläubiger der deutschen Beate Uhse AG dem Insolvenzplan zugestimmt. „Der Plan sieht vor, dass alle werthaltigen und überlebensfähigen Teile des Erotik-Konzerns in eine neue Tochtergesellschaft namens be you GmbH überführt werden“, so von Buchwaldt. „Die neue Gesellschaft wird über zwei Kapitalerhöhungen mit Geld versehen, um den Kauf und den Fortbestand zu finanzieren.“

Nach der Übertragung soll das Geschäft neu aufgestellt werden. So sollen Zentralfunktionen wie Controlling und Marketing wieder zurück nach Deutschland verlagert und die Logistik outgesourct werden. Geplant ist auch, die IT zu erneuern, den Verkauf über externe Online -Plattformen wie Amazon anzukurbeln sowie den Anteil der Eigenmarken am Umsatz auszubauen. Die Gläubiger werden ihr Geld derweil weitgehend verlieren.

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