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Insolvenzen Zahl der Firmenpleiten sinkt

Zahl der Firmenpleiten sinkt in Deutschland Quelle: dpa

In diesem Jahr mussten so wenige Unternehmen Insolvenz anmelden wie seit dem Jahr 1994 nicht. Doch Experten sind skeptisch, ob sich der Trend auch im kommenden Jahr fortsetzen wird.

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Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland sinkt dank guter Wirtschaftslage weiter und hat im laufenden Jahr den niedrigsten Stand seit 1994 erreicht. 19.900 Unternehmen werden nach Einschätzung von Creditreform bis zum Jahresende den Gang zum Insolvenzrichter angetreten haben. Das wären nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei vom Dienstag 1,2 Prozent weniger als im bereits guten Vorjahr (20.140 Fälle). Seit dem Höchststand im Jahr 2003 mit 39.470 Firmenpleiten haben sich die Fallzahlen damit halbiert. Die Zahl für das laufende Jahr hat Creditreform auf Basis der bis einschließlich November vorliegenden Fälle hochgerechnet.

Allerdings sind die Experten skeptisch, dass sich die positive Entwicklung im kommenden Jahr fortsetzen wird. „Vor dem Hintergrund der zunehmend wirksam werdenden Konjunkturbremsen und der Zinswende ist eine weitere Abnahme der Unternehmensinsolvenzen über 2018 hinaus ... fraglich“, heißt es in der Studie. Creditreform geht davon aus, dass die Zahlen im nächsten Jahr auf dem Niveau von 2018 verharren werden.

Stärker als die Unternehmenspleiten verringerten sich im zu Ende gehenden Jahr die Verbraucherinsolvenzen. Hier setzte sich der seit 2010 anhaltende rückläufige Trend fort: 68.600 Privatleute rutschten in die Pleite und damit 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (71.960 Fälle). Damit wurde der niedrigste Wert seit 2005 erreicht. Hauptgründe hierfür nach Einschätzung von Creditreform: sinkende Arbeitslosenzahlen und steigende Bruttolöhne.

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