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Investorenstreit Logistikkonzern Panalpina will keine Stimmrechtsbeschränkung

Der Investor Cevian drängt das Unternehmen, ein Übernahmeangebot anzunehmen. Der Eigentümer wehrt sich jedoch gegen das Vorgehen der Schweden.

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Im Hintergrund geht es um ein Übernahmeangebot von DSV. Quelle: Reuters

Zürich Der Logistikkonzern Panalpina geht auf Konfrontationskurs mit dem aktivistischen Investor Cevian und will seine Stimmrechtsbeschränkung von fünf Prozent aufheben. Über eine entsprechende Änderung der Statuten sollen die Eigner am 5. April auf einer außerordentlichen Generalversammlung abstimmen, wie Panalpina am Dienstag mitteilte.

Der Verwaltungsrat folgt damit einem Antrag des größten Aktionärs, der Ernst Göhner Stiftung. Sie begründete den Vorstoß mit dem Ziel, eine bessere Corporate Governance einzuführen. Bisher war sie als einziger Eigner von der Beschränkung ausgenommen. Entsprechend konnte sie bei Abstimmungen ihre vollen 46 Prozent in die Waagschale werfen.

Cevian ist der Ansicht, dass es der Stiftung mit der Änderung der Statuten nicht in erster Linie um Corporate Governance geht, sondern um die Zementierung ihrer eigenen Vormachtstellung in dem Unternehmen. Die Schweden seien im Frühjahr 2018 von einem Anwalt darauf hingewiesen worden, dass die Ausnahmeregelung für die Stiftung unzulässig sei.

Diese Einschätzung hätten danach Gutachten von vier renommierten Aktienrechtsprofessoren untermauert. Cevian fordert nun, dass alle Eigner auf Aktionärsversammlungen mit höchstens fünf Prozent stimmen dürfen – unabhängig von ihrem Kapitalanteil. Cevian selbst hält rund zwölf Prozent an Panalpina.

Der schwedische Investor drängt Panalpina dazu, das unverbindliche Übernahmeangebot von DSV im Volumen von 4,3 Milliarden Franken anzunehmen. Panalpina verhandelt parallel aber auch über eine Zusammenarbeit mit Agility aus Kuwait.

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