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Jacques' Wein-Depot Weinhändler Hawesko erwartet höhere Marktpreise

Geringe Weinernten haben die Weinpreise in die Höhe getrieben. Allerdings ist fraglich, ob diese von den Verbrauchern angenommen werden.

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Der Konzern steigerte den Umsatz 2017 um 5,5 Prozent. Quelle: dpa

Hamburg Der Weinhändler Hawesko rechnet nach den geringeren Wein-Ernten 2017 in Deutschland und Südeuropa mit steigenden Preisen. Die Winzer hätten ihre Preise um bis zu 20 Prozent erhöht, berichtete Hawesko-Vorstandschef Thorsten Hermelink am Donnerstag in Hamburg.

Allerdings sei fraglich, ob dieser Umfang beim Verbraucher durchgesetzt werden könne. „Bekannte Produkte werden extrem preisaggressiv im Internet vermarktet, vor allem um Neukunden zu gewinnen“, sagte Hermelink. Hawesko führt die Kette Jacques'Wein-Depot mit derzeit 306 Filialen.

Um sich dem Wettbewerbsdruck zu entziehen, habe Hawesko seine Lagerbestände aufgestockt sowie sich 2017er-Jahrgänge gesichert. „Außerdem weichen wir der Entwicklung durch Exklusiv-Abfüllungen für uns aus“, sagte der Hawesko-Chef. Er sieht den Weinmarkt, in dem Fachhandel, Lebensmittelhändler, Discounter und Online-Anbieter konkurrieren, unter Existenzdruck.

Der Konzern steigerte den Umsatz 2017 um 5,5 Prozent auf 507 Millionen Euro. Davon entfallen knapp 100 Millionen Euro auf das Online-Geschäft, das 2017 um 15 Prozent zulegte. Hawesko sei im Gegensatz zum schrumpfenden Gesamtmarkt (minus 3 Prozent) gewachsen, hob der Hawesko-Chef hervor. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 30,4 Millionen Euro (2016: 29,6). Den Aktionären wurde für 2017 erneut eine Dividende von 1,30 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt.

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