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Jochen Zeitz "Was gut ist für den Planeten, ist auch besser fürs Geschäft"

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"Wir predigen nicht nur"

Diese Marken lieben die Deutschen
Platz 10: SamsungSamsung hat mit seinem Smartphone Galaxy und dem Tablet-PC Galaxy Tab (Bild) in den vergangenen Jahren auf dem Elektronikmarkt aufgeholt und steht in direkter Konkurrenz zu Apple. Auch die Fernseher und Haushaltsgeräte des Elektronikunternehmens gehören zu den beliebtesten ihrer Art. Damit hat sich Samsung den zehnten Platz der beliebtesten Marken Deutschlands verdient. Das Ranking wurde vom Forsa-Institut im Auftrag der Markenberatung Brandmeyer in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Forsa fragte 3.019 Bundesbürger über 14 Jahren nach ihrer Lieblingsmarke, von denen 1.815 antworteten. Quelle: dapd
Platz 9: NiveaNivea schafft es als einzige Marke aus dem Bereich Kosmetik- und Körperpflege in die Top 10 der beliebtesten Marken. Die Hautpflegecreme ist bereits seit mehr als hundert Jahren auf dem deutschen Markt. Viel hat sich an dem schlichten Design seitdem nicht verändert. Vielleicht ist es das, was den Deutschen so gefällt: eine Marke mit Tradition und ohne Schnickschnack. Quelle: rtr
Logo des Apple-Konzerns Quelle: rtr
Platz 7: NikeObwohl es nur für Platz sieben reicht, Nike kann stolz sein. Die Sportartikelmarke ist die zweitbeliebteste Marke der Deutschen, die nicht aus Deutschland stammt. Bei den Jugendlichen liegt Nike besonders im Trend: 13,7 Prozent der 14- bis 17-Jährigen küren Nike zu ihrer Lieblingsmarke. Die einzige Marke, die Nike bei den Teenagern toppen konnte, ist jedoch ausgerechnet der härteste Konkurrent. Quelle: rtr
Platz 6: Mercedes-BenzMercedes ist die einzige Automarke in den Top 10 der beliebtesten Marken der Deutschen, die seine Position sowohl der Männer wie auch der Frauen verdankt. Während andere Automarken bei den Frauen eher auf wenig Resonanz stießen, kommt Mercedes immerhin auf drei Prozent der Stimmen. 3,5 Prozent der Männer bezeichnen Mercedes als ihre Lieblingsmarke. Quelle: AP
Platz 5: VolkswagenVW wiederrum hätte es ohne seine Schar aus männlichen Fans wohl nicht in die Top 10 geschafft. Beim schönen Geschlecht erzielten die Wolfsburger 2,2 Prozent – bei den Männern immerhin 4,4 Prozent. Einer der Erfolgsfaktoren des Autoherstellers ist offenbar die Nähe und Erreichbarkeit für die Verbraucher. Volkswagen steht für bezahlbare Qualität – und zieht deshalb auch Konkurrenten aus der Luxussparte wie Ferrari oder Porsche davon. Quelle: Presse
Platz 4: BMWAuch Rang vier geht an einen Autohersteller. BMW ist eines der sechs deutschen Unternehmen, die in den Top 10 vertreten sind. „Deutsche Marken sind so beliebt, weil sie mittlerweile nicht nur für Produktqualität stehen, sondern auch für exzellentes Design und Lifestyle“, sagt Andreas Pogoda von der Brandmeyer Markenberatung. Quelle: rtr

Sie wenden sich primär an Unternehmen. Welche Bedeutung messen sie dem Verbraucher bei?

Der Verbraucher braucht möglichst einheitliche Anhaltspunkte, an denen er sich orientieren kann. Gibt es die nicht, kann er die Bemühungen schwer bewerten. Deshalb habe ich ja die Ökobilanz so forciert. Wir sollten darüber hinaus an den Punkt kommen, Umwelt-Kalorien auf Produkten auszuweisen, damit der Verbraucher sich nach objektiven Kriterien für oder gegen Produkte entscheiden kann. Hier ist eine Standardisierung notwendig, damit der Verbraucher einen Maßstab bekommt.

Was Marken erfolgreich macht

Werden das nicht viele Unternehmen scheuen, wie sie auch ablehnen, Lebensmittel mit einer leicht verständlichen Ampel zum Kaloriengehalt zu versehen?

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Die Unternehmen müssen umdenken und einsehen: Wenn ich nicht nachhaltig wirtschafte, schade ich auch meinen eigenen Ressourcen. Wenn sich zum Beispiel der Lebensmittelkonzern Unilever nicht für nachhaltigen Fischfang einsetzt, gibt es irgendwann keine Fische mehr, die er verkaufen kann. So einfach ist das.

Sie fliegen in Sachen Nachhaltigkeit durch die ganze Welt - wie sieht Ihre eigene Ökobilanz eigentlich aus?

Mein Anspruch ist es, auf alle meine Unternehmungen bezogen einen positiven ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen - sei es mit meiner Stiftung oder meiner Farm und dem Tourismus-Projekt Segera in Kenia, das ich im Mai gestartet habe. Dieses Ziel erreiche ich inzwischen. Außerdem versuche ich all' die Konzepte, die ich im Großen entwickle, bei mir selber umzusetzen. Das gilt auch für das ganze B-Team: Wir predigen nicht nur, sondern wollen unsere Vorhaben in die Tat umsetzen.

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