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Karstadt-Chef Jennings "Das Weihnachtsgeschäft ist wie Erntezeit"

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Der Kunde soll König bleiben

Karstadt und Kaufhof Quelle: dapd

Was steht 2012 auf Ihrer Agenda?

Drei Dinge: umsetzen, umsetzen, umsetzen.

Soll heißen?

Wir müssen unsere Strategie mit Leben füllen und anwenden. Früher waren die Karstadt-Büros voll mit den Plänen von Unternehmensberatern. Nur umgesetzt wurde davon wenig. Das ändert sich gerade. Ich stehe für konsequente Umsetzung.

Welche Expansionspläne haben Sie für das kommende Jahr?

2012 stehen zwei bis drei Neueröffnungen an, voraussichtlich ein Warenhaus und zwei Sporthäuser. Schließungen sind nicht vorgesehen. Es ist ganz einfach: Der Kunde entscheidet letztlich über unseren Erfolg.

Ihre Strategie heißt Karstadt 2015. Lässt Ihnen Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen bis dahin überhaupt Zeit. Es gibt Zweifel, dass er dauerhaft an Karstadt beteiligt bleibt.

Herr Berggruen ist ein Investor, der sehr langfristig agiert. Er kam her, um Karstadt, eine echte Markenikone, zu retten, und ein Grund, warum ich ihm zugesagt habe, war seine langfristige Ausrichtung. Er engagiert und interessiert sich stark für Karstadt und ist begeistert von der Marke.

Berggruen will auch Ihren Wettbewerber Kaufhof kaufen. Was halten Sie von einer Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof?

Ich konzentriere mich voll auf Karstadt, Karstadt und nochmals Karstadt. Ich bin als CEO für Karstadt zuständig, und meine Aufgabe ist es, dieses Unternehmen voranzubringen. Deshalb kann ich mich dazu nicht äußern. Herr Berggruen ist ein hervorragender Unternehmer. Er wird das tun, was er für richtig hält.

Wer ist Ihr Vorbild im Handel?

International gibt es einige ausgezeichnete Warenhausbetreiber, an denen wir uns orientieren, Selfridges in London zum Beispiel. Die waren vor einigen Jahren eine etwas angestaubte Marke, sind inzwischen aber wieder hip und cool.

Ist das Ihr Ziel? Cooles Karstadt – damit vergraulen Sie doch Ihre Stammkunden.

Im Gegenteil: Egal, in welchem Alter Sie sind, Sie wollen in einem modernen Haus, „voller Leben“, und nicht in einem gewöhnlichen Geschäft einkaufen. Modernität ist für uns eine Frage des Lebensstils, nicht des Alters.

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