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Karstadt-Eigner Signa schmiedet Bündnis mit Eataly

Karstadt könnte bald die Verbraucher mit frischer Pasta, italienischen Weinen und Olivenölen eines neuen Partners in die Warenhäuser locken: Der österreichische Eigner der Warenhauskette, Signa, plant ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Lebensmittelkette Eataly.

Der österreichische Unternehmer (Signa) Rene Benko Quelle: dpa

Ziel sei es, das Eataly-Konzept auch nach Deutschland zu bringen, teilte Signa Retail am Dienstag mit. Ein erster Standort solle Ende des Jahres im München die Pforten öffnen, weitere würden derzeit geprüft. Für Karstadt und die Luxushäuser der Kette seien auch Eataly-Stores mit italienischen Spezialitäten in Prüfung, erklärte Karstadt-Chef Stephan Fanderl.

Der erste gemeinsam geplante Eataly-Standort soll auf 4600 Quadratmetern neben einem umfangreichen Feinkostangebot auch Restaurants, Schulungsräumen und eine Produktion italienischer Lebensmittel unter seinem Dach vereinen.

Geplant sei darüber hinaus die Eröffnung von mindestens fünf weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz bis 2012, betonte Signa. Außerdem soll geprüft werden, ob einzelne Elemente des Eataly-Konzepts auch in die Karstadt-Warenhäuser integriert werden können.

Das erste Eataly-Geschäft war 2007 in Turin eröffnet worden. Heute betreibt Eataly weltweit 26 Standorte in den USA, Brasilien, Dubai, Japan, Südkorea, der Türkei sowie in Italien. 2014 habe das Unternehmen rund 400 Millionen Euro Umsatz eingefahren, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen.

Fanderl nannte Eataly das derzeit "spannendste Foodkonzept" Europas. "Unser Joint Venture sieht einen Businessplan mit weiterer Expansion an mindestens fünf Standorten bis 2021 vor", fügte er hinzu.

Eataly-CEO Luca Baffigo Filangieri erklärte zur Wahl des ersten Standorts: "Die Deutschen lieben italienisches Essen wie die Italiener deutsche Autos: Wegen dieser Begeisterung für Qualität wird unser erster Laden in Europa in München sein."

Die Kartellbehörden müssen dem Zusammenschluss allerdings noch zustimmen.

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