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Karstadt-Häuser Berggruen widerspricht Verkaufsgerüchten

Einem Medienbericht zufolge soll es Pläne zum Verkauf der Karstadt-Premiumhäuser geben. Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen bestreitet das jetzt. Derartige Absichten gäbe es nicht.

Was künftig bei Karstadt im Regal steht
Ein Mann putzt in Köln die Schaufenster der Karstadt-Filiale. Quelle: dpa
Besucher laufen am Freitag (03.09.2010) auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin durch die Ausstellungshallen Quelle: dpa
Besucher betrachten Flachbildschirme am Sonntag, 4. September 2005, auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin. Quelle: AP
DVDs Quelle: AP
Tausende Bücher hat diese Verlagsmitarbeiterin am 05.10.2010 auf der Buchmesse in Frankfurt am Main in ein Regal sortiert. Quelle: dpa
Ein Model präsentiert am Freitag (10.02 2012) Perlenschmuck auf der Messe inhorgenta Quelle: dpa
eine Auszubildende hängt ein Hemd an einen Kleiderständer Quelle: dpa

Der Warenhauskonzern Karstadt hält weiter an seinen Premiumhäusern wie das KaDeWe in Berlin oder das Oberpollinger in München fest. Es gebe keine Verkaufsabsicht für die Premiumhäuser, sagte ein Sprecher des Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen am Sonntag und wies damit einen Bericht des „Spiegel“ zurück. „Das ist alles aus der Luft gegriffen“, sagte er.

Dem Nachrichtenmagazin zufolge soll der Aufsichtsratschef des Unternehmens, Jared Bluestein, derzeit persönlich sowohl mit der Qatar Holding, der Investmentfirma des Emirats Katar, als auch mit dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Limited über einen möglichen Verkauf verhandeln.

Qatar Holding hatte 2010 das britische Kaufhaus Harrods erworben. George Weston Limited gehören die britische Kaufhäuser Selfridges. Zudem werde ein Verkauf der Karstadt-Sporthäuser erwogen. Als Interessent gilt laut „Spiegel“ der zur Otto Group gehörende Sportscheck. Auch dies wies der Berggruen-Sprecher zurück.

Starker Jobabbau

Der Milliardär Nicolas Berggruen hatte die Karstadt-Warenhäuser 2010 aus der Insolvenz heraus übernommen und versprochen, den Konzern als Ganzes zu erhalten. Mitte Juli hatte Karstadt-Chef Andrew Jennings bekannt gegeben, bis Ende 2014 etwa 2000 der rund 25.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen.

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Durch die Stellenstreichungen will Jennings den Warenhauskonzern wieder auf Wachstumskurs bringen. Unter den herausfordernden Marktbedingungen der Euro-Krise müsse Karstadt seine Strukturen und Prozesse vereinfachen und damit langfristig auf die passende Größe gebracht werden, hatte es zur Begründung geheißen.

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte den Jobabbau scharf. Nicht Stellen müssten gestrichen werden, um Karstadt auf die Höhe der Zeit zu bringen, sondern die Warenhäuser müssten schneller modernisiert werden.

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