Karstadt Sozialplan für Filialen ausgehandelt

Der Sozialplan für die knapp 600 Mitarbeiter der Karstadt-Filialen, die im kommenden Jahr geschlossen werden, steht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich auf Abfindungen geeinigt.

Quelle: dpa

Beim Warenhauskonzern Karstadt sind die Weichen für die Schließung von vier Filialen im kommenden Jahr gestellt. Arbeitgeber und Betriebsrat haben sich nach Angaben von Belegschaftsvertretern auf einen Sozialplan für rund 580 Mitarbeiter in Recklinghausen, Bottrop, Dessau und Neumünster geeinigt. „Der Sozialplan für die Beschäftigten in den Schließungsfilialen ist unter Dach und Fach“, sagte Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Jürgen Ettl im Gespräch mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Das Unternehmen war am Samstag für eine Stellungnahme zu dem Sozialplan zunächst nicht zu erreichen.

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Für die betroffenen Häuser hatte Karstadt im Mai Filialschließungen für 2016 angekündigt. Nach „WAZ“-Informationen solle voraussichtlich Ende März der Betrieb in Bottrop und Dessau eingestellt werden, Ende Juni in Recklinghausen und Neumünster. Den Rückzug aus Bottrop und Recklinghausen habe Karstadt unter anderem mit einer schwachen Bevölkerungsentwicklung und starker Konkurrenz von Einkaufszentren erklärt. Mit Berufung auf Pläne des Unternehmens berichtet die „WAZ“ weiter, dass der Betrieb in Bottrop und Recklinghausen noch Monate - auch im wichtigen Weihnachtsgeschäft - ganz normal laufen solle.

Im Detail sind laut Gesamtbetriebsrat beim Sozialplan unter anderem Abfindungen sowie eine Transfergesellschaft vorgesehen. Karstadt habe zugesichert, für die Beschäftigten in den von einer Schließung betroffenen Filialen kurzfristig kostenlose Bewerbungsschulungen anzubieten, um beim Wechsel zu neuen Arbeitgebern zu helfen

Karstadt kämpft seit Jahren gegen den Niedergang und fährt seit der Übernahme durch Rene Benkos Signa Holding einen härteren Sparkurs. „Das oberste, kurzfristig umzusetzenden Ziel ist das Erreichen der Gewinnzone“, heißt es im jüngst veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14. Darin schrieb der Konzern tiefrote Zahlen.

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