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Kaschmirfälschern auf der Spur Von der Luxuswolle zum Massenprodukt

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Das Geschäft mir Kaschmir ist längst zum Massenmarkt geworden

Das Geschäft mit der edlen Naturfaser mit dem Nobel-Touch ist in den Ursprungsländern längst zum lukrativen Massenmarkt geworden. Und die Nachfrage nach der weichen Naturfaser ist ungebrochen. Kaschmirpullis schmücken nicht nur Reiche und Prominente, sondern finden sich mittlerweile auch auf den Wühltischen der Discounter.

Größter Kaschmirproduzent der Welt ist nach einem Bericht von „China Daily“ die chinesische Erdos-Group mit 40 000 Mitarbeitern. Sitz des Unternehmens ist die Stadt Ordos mitten in der mongolischen Steppe. In dem Zentrum der chinesischen Kaschmir-Industrie werde rund ein Viertel der Weltproduktion an Kaschmir hergestellt. Allein der Kaschmir-Riese Erdos werde in diesem Jahr rund 10 Millionen Kaschmir-Kleidungsstücke in alle Welt verkaufen, berichtete das Blatt.

Doch die massenhafte Vermehrung der von Hirten oder auf großen Viehfarmen gehaltenen Ziegen sorgt in den Ursprungsländern auch für Umweltprobleme. So wurde in China bereits im Jahr 2000 damit begonnen, frei grasendes Vieh zu verbieten, um die Ausbreitung der Wüsten aufzuhalten. „Durch die wachsenden Herden von Kaschmirziegen in China und der Mongolei versteppen die ohnehin kargen Weideflächen, weil die Tiere das Gras mitsamt den Wurzeln ausreißen. Die Folgen sind Kahlfraß und Bodenerosion durch den Wind“, heißt es auch bei dem österreichische Öko-Label, das seinen Kunden statt Kaschmir künftig Produkte aus Alpaka und Yak-Haar anbieten will.

Kleider machen Leute
Michelle Obama Quelle: AP
Justin Trudeau Quelle: REUTERS
Marissa Mayer Quelle: AP
Angela MerkelNote: 2 Der Dreiknopfblazer, meist von der Designerin Anna von Griesheim, ist Programm. Außer dem maßgeschneiderten Blazer verzichtet unsere Bundeskanzlerin auf sichtbaren Luxus und trägt unauffällige Handtaschen meist vom französischen Label Longchamp. Auch die Farbwahl trifft die Bundeskanzlerin mit Bedacht. Mit ihrem roten Blazer sticht sie heraus und steht für Energie. Rote Blazer sind auch in Situationen, wie bei Vorstellungsgesprächen, empfehlenswert. Der von ihr gern gewählte grüne Blazer hingegen strahlt Ruhe und Kompetenz aus. Ihr Look symbolisiert etwas sehr bodenständiges. Sie hat sich mit ihrem immer wiederkehrenden Outfit den nötigen Rahmen geschaffen, jederzeit als Stimme der Sicherheit auftreten zu können. Ein bisschen mehr Leichtigkeit würde ihr aber sicher auch bei der Auswahl des Outfits gut tun. Quelle: dpa
Bill Gates Quelle: REUTERS
Delia Fischer Quelle: Screenshot
Oliver Samwer Quelle: REUTERS

In Deutschland sind Kaschmirziegen dagegen Mangelware. Die mit einer Widerristhöhe von etwa 60 bis 70 Zentimetern relativ kleine Ziege werde nur von einigen Liebhabern gehalten, berichtet Gerlinde Jux-Straatmann vom Landesverband Rheinischer Ziegenzüchter. „Das lohnt sich nicht“, urteilt die Expertin.

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