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Konglomerat aus China Fosun will angeblich Metro-Anteil von Ceconomy kaufen

Um den Handelskonzern könnte es laut einem Bericht einen Bieterwettkampf geben. Fosun soll mit Ceconomy über einen Anteilsverkauf verhandeln.

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Metro: Fosun will angeblich Anteil von Ceconomy kaufen Quelle: Reuters

Düsseldorf Das chinesische Konglomerat Fosun International befindet sich in Verhandlungen, einen Anteil von 426 Millionen Euro am angeschlagenen deutschen Großhändler Metro von Ceconomy zu kaufen. Das berichtetd er Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider.

Die Gespräche bezüglich eines Anteils von neun Prozent befinden sich in einem frühen Stadium und könnten nicht zu einer Vereinbarung führen, sagten die informierten Personen, die um Anonymität baten, da die Überlegungen sich in einem frühen Stadium befinden. Andere Interessenten, einschließlich Private-Equity-Gesellschaften, könnten auch noch auftauchen, hieß es weiter.

Ein Vertreter von Ceconomy wollte keinen Kommentar abgeben, und Sprecher von Fosun und Metro standen für eine Stellungnahme nicht unmittelbar zur Verfügung.

Fosuns Interesse könnte zu einem Bieterwettkampf mit zwei wenig bekannten osteuropäischen Investoren führen, die in den letzten Monaten eine Beteiligung an Metro aufgebaut haben. Der tschechische Milliardär Daniel Křetínský und sein slowakischer Investmentpartner Patrik Tkac haben in diesem Monat vereinbart, 7,3 Prozent des Unternehmens von Haniel zu übernehmen und haben die Option, den restlichen Haniel-Anteil von 15 Prozent zu erwerben.

Křetínský befindet sich auch in Verhandlungen, einen Großteil des Ceconomy-Anteils an Metro zu kaufen, sagte der deutsche Elektronikhändler am Montag.

Die Holdinggesellschaft Haniel ist seit fünf Jahrzehnten bei dem Lebensmittelgroßhändler investiert. Im vergangenen Jahr hat ihre Metro-Beteiligung ein Fünftel ihres Werts verloren, nachdem der Aktienkurs abgesackt ist und der Marktwert auf rund 4,74 Milliarden Euro gesunken ist.

Fosun, das Flaggschiff des vom chinesischen Milliardär Guo Guangchang angeführten Konglomerats, befindet sich auf weltweiter Einkaufstour. Das in Schanghai ansässige Unternehmen hat seit August 2017 täglich fast 25 mögliche Investments mit einem Gesamtvolumen von rund 9000 geprüft, wie es in dieser Woche den Anlegern mitteilte.

Im Juli war Kreisen zufolge der belgische Versicherer Ageas ins Visier der Chinesen gerückt.

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