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Kooperation mit Tankstellenbetreiber wird ausgebaut Aldi tankt auf

Exklusiv
2018 hat Aldi die ersten Automatentankstellen auf Parkplätzen gestartet. Jetzt soll die Kooperation mit Betreiber Avanti ausgeweitet werden. Quelle: imago images

Vor eineinhalb Jahren startete der Discounter Aldi Süd die ersten Automaten-Tankstellen auf seinen Filialparkplätzen. Offenbar mit Erfolg. Die Kooperation mit dem Tankstellenbetreiber Avanti soll ausgebaut werden.

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Der Discounter Aldi Süd will seine Kooperation mit dem Tankstellenbetreiber Avanti ausbauen, berichtet die WirtschaftsWoche. Im Sommer 2018 hatten die Unternehmen die ersten Automatentankstellen auf Aldi-Parkplätzen in Ludwigsburg und Stuttgart gestartet. Inzwischen gibt es bundesweit neun Aldi-Standorte mit Avanti-Zapfsäulen. Demnächst könnten es deutlich mehr werden: „Das Angebot wird von unseren Kunden gut angenommen“, sagte eine Aldi-Sprecherin dem Magazin. Daher sei geplant, die Zusammenarbeit mit dem Tankstellenbetreiber „fortzusetzen und auszubauen“. Aldi Süd verpachtet lediglich die Grundstücksflächen, für den operativen Betrieb der Tankstellen ist Avanti verantwortlich.

Die Tochter des Ölkonzerns OMV betreibt seit 2009 in Österreich Automatentankstellen und kooperiert mit dem dortigen Aldi-Süd-Ableger Hofer. An den gemeinsam mit Aldi in Deutschland „entwickelten neun Standorten stellen wir eine sehr hohe Kundenakzeptanz unseres Angebots fest“, teilt ein Unternehmenssprecher mit. Daher „werden wir bedarfsorientiert das Netz weiter ausbauen“.

Neben den neun Aldi-Standorten betreiben die Österreicher bislang fünf weitere Tankstellen in Deutschland, vier davon in Bayern. Über die Unternehmenshomepage sucht Avanti derzeit zwar „Grundstücke für die Errichtung neuer Tankstellen in ganz Deutschland“. Dennoch dürfte der Marktanteil von Avanti wohl auch in Zukunft minimal bleiben. So gibt es in Deutschland aktuell rund 14.500 Tankstellen. Allein Marktführer Aral kommt auf knapp 2300 Standorte, Shell folgt mit 1900 Tankstellen, Total mit rund 1150.

Während die großen Betreiber auf einen Ausbau ihres Service- und Shop-Angebots setzen – und Shell dabei etwa mit Rewe kooperiert - ist das Avanti-Konzept bewusst einfach gehalten und reduziert auf das pure Zapfen von Diesel und Benzin. Einen Tankwart sucht man vergebens. Bei Problemen kann per Serviceknopf Hilfe angefordert werden. Dafür verspricht Avanti „Tiefpreis tanken“ und zielt damit auf ähnlich sparbewusste Kunden wie Aldi.

Insgesamt betreibt Aldi Süd in Deutschland zwar rund 1900 Filialen. Doch nur ein Bruchteil davon dürfte für einen Tankstellen-Ausbau geeignet sein. Zumal der Discounter viele Flächen auch künftig unabhängig von der Kooperation mit Avanti nutzen wird, etwa um den Ausbau von Ladestationen für Elektroautos voranzutreiben. Bislang gibt es 80 kostenlos nutzbare Ladestationen von Aldi Süd. Der Strom dafür wird von Solaranlagen auf den Dächern der jeweiligen Filialen produziert.

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