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Kosmetikmarkt Massen-Marken treiben Wachstum von L'Oréal

L'Oréal macht immer mehr Geschäft im Massenmarkt. Jetzt will der französische Konzern vom Einstieg von Zalando ins Kosmetikgeschäft profitieren.

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Mit Kosmetik für die Massen verdient L'Oréal prächtig. Quelle: Reuters

Düsseldorf Der weltgrößte Kosmetikkonzern ist vor allem im Geschäft mit großen Verbrauchermarken erfolgreich. „Vor allem Marken wie L'Oréal Paris, Garnier, Maybelline New York und die Lippenstiftmarke Essie haben unser Wachstum vorangetrieben“, sagte Fabrice Megarbane, Geschäftsführer der L'Oréal-Deutschland-Gruppe, in Düsseldorf.

Mit einem Plus von 7,8 Prozent sorgten sie dafür, dass der französische Konzern seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro steigern konnte. Das war deutlich mehr als der Gesamtmarkt, der in Deutschland nur um 0,8 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro wuchs.

Bereits 2016 war die Gruppe in Deutschland um vier Prozent auf 1,25 Milliarden Euro gewachsen. Doch darin war noch der Umsatz der Kette „The Bodyshop“ enthalten, die L'Oréal verkauft hat.

Der Chef des Kosmetikriesen in Deutschland hofft für dieses Jahr auf einen neuen Vertriebskanal. So hat die Berliner Online-Modeplattform Zalando vor kurzem begonnen, erstmals Kosmetik-Produkte zu verkaufen – auch von L'Oréal mit von der Partie. „Wir nutzen Zalando für unsere Consumer-Marken Maybelline und L'Oréal Paris“, sagte Megarbane.

Während es in der Luxussparte mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent beim französischen Konzern auch gut lief, wuchs das Apothekengeschäft mit Marke wie Vichy nur um 0,5 Prozent.

Das Frisörgeschäft hingegen rutschte sogar leicht mit 0,7 Prozent ins Minus. Im Februar hat Megarbane deshalb die verschiedenen Vertriebsmannschaften in dem Profi-Geschäft zu einer zusammengefasst. Jetzt hofft er, dass die Sparte dieses Jahr wieder wächst.

Das meiste Geld geben die Verbraucher für Hautpflege aus. Darauf entfallen knapp ein Drittel des Gesamtmarktes von 12,9 Milliarden Euro. Außerdem wuchs dieser Bereich im vergangenen Jahr mit 1,8 Prozent am schnellsten.

Bei Produkten für die Haarpflege wie Shampoos hingegen ging der Markt sogar leicht zurück. Zwar kaufen immer mehr Kunden ihre Kosmetik online. Aber noch ist der Anteil des Online-Handles am Gesamtgeschäft mit neun Prozent gering.

Für L'Oréal wird es immer wichtiger, das Geschäft seiner 34 Marken in Deutschland - dem viertgrößten Markt nach den USA, China und Frankreich - über eine ausgeklügelte Digital-Strategie zu steuern.

„Marketing im digitalen Zeitalter ist sehr komplex“, sagte Chief Marketing Officer Philipp Markmann. „Die Kunden entscheiden nach zwei Sekunden, ob Sie sich ein Video von uns in den sozialen Netzwerken anschauen oder nicht.“

Er hat eine sogenannte „Executive Summary App“ entwickelt, die alle wichtigen Daten über die Auftritte des Konzerns in den sozialen Medien in Echtzeit zeigt. Darauf haben 250 Mitarbeiter des Unternehmens Zugriff, um dann möglichst schnell auf neue Trends reagieren zu können.

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