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Krisengespräche Verdi unterstützt Tuifly-Beschäftigte im Streit um Kündigungen

Die Gewerkschaft kritisiert, dass Arbeitsplätze bei Tuifly ins Ausland verlagert werden sollen. Das Unternehmen verteidigt hingegen sein Vorgehen.

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Das Unternehmen und die Pilotengewerkschaft haben vor wenigen Tagen ihre Krisengespräche abgebrochen. Quelle: dpa

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi unterstützt die Beschäftigten der Tuifly im Streit mit der Unternehmensführung über drohende Kündigungen. Mit Hilfe von Steuergeldern sollten Arbeitsplätze ins Ausland verlagert und die Tuifly in Deutschland zusammengeschrumpft werden, kritisierte Verdi-Tarifsekretär Marian Drews am Sonntag. „Hier vollzieht eine funktionierende deutsche Airline Flucht aus demokratischer Mitbestimmung und Tarifverträgen“, wurde er in einer Verdi-Mitteilung zitiert.

Tuifly mit Sitz in Langenhagen bei Hannover und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatten vor wenigen Tagen ihre Krisengespräche abgebrochen. Die VC teilte mit, man habe ein „weitreichendes und schmerzhaftes Maßnahmenpaket“ mittragen wollen – doch mögliche betriebsbedingte Entlassungen könnten nicht akzeptiert werden.

Dagegen betonte Tuifly, ein prinzipieller Ausschluss dieses Mittels sei angesichts der aktuellen Branchensituation nicht möglich, wenn langfristig eine gute Perspektive für das Unternehmen bleiben solle.

Tuifly hatte argumentiert, man sei in den Gesprächen so weit gewesen, von 900 bedrohten Jobs in Cockpit und Kabine etwa 250 zusätzlich retten sowie „die Zielflotte des Restrukturierungsplans erhöhen“ zu können – aber nur bei einem entsprechenden Entgegenkommen der Gewerkschaft für ein nachhaltiges Konzept.

Wegen der Folgen der Coronakrise soll es in der deutschen Tuifly-Flotte künftig nur noch 17 Maschinen geben.

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