Küchenhersteller Deutsche kochen gerne in guten Küchen

Gekocht wird weiter gerne – und das besonders in guten Küchen. Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) legte eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2012 vor.

Die größten deutschen Küchenhersteller
Platz 11: Bulthaup GmbHNobelhersteller Bulthaup aus Bodenkirchen, nordöstlich von München folgt mit 110 Millionen Euro Umsatz. Quelle: Creditreform 2011 in statista Branchenreport Herstellung von Möbeln Quelle: PR-Bulthaup
Platz 10: Impuls KüchenDer sauerländische Küchenhersteller Impuls aus Brilon kam auf rund 114 Millionen Euro Umsatz. Die Marke gehört inzwischen zur Alno AG. Quelle: Presse
Platz 9: Burger KüchenmöbelDer Küchenhersteller aus Burg bei Magdeburg setzt rund 120 Millionen Euro um. Quelle: Screenshot
Platz 8: Pino KüchenPino Küchen kommen ausnahmsweise nicht aus Ostwestfalen, sondern aus Coswig bei Dresden. Die Küchenhersteller machen 126 Millionen Euro Umsatz. Pino Küchen gehören zur Alno AG. Quelle: Presse
Platz 7:  PoggenpohlDer Nobelküchenhersteller folgt mit einem Umsatz von 128 Millionen Euro dicht und hat seinen Sitz ebenfalls im ostwestfälischen Herford. Quelle: Poggenpohl
Platz 6: Gustav WellmannDie Gustav Wellmann GmbH aus Enger bei Herford erzielt 143 Millionen Euro Umsatz. Der Küchenhersteller gehört zur Alno AG. Quelle: Presse
Platz 5: Schüller MöbelwerkSchüller hat seinen Sitz rund eine Stunde westlich von Nürnberg in Herrieden und macht rund 230 Millionen Euro Umsatz. Quelle: Screenshot

Insbesondere der Inlandsmarkt habe sich als stabil herausgestellt. „Eine deutlichere Neigung der Verbraucher, möglichst werthaltige Küchen zu erwerben, haben das Inlandsgeschäft zum Motor der Konjunktur der deutschen Küchenmöbelindustrie gemacht“, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Stefan Waldenmaier, am Nachmittag in Herford.

Zwar verkauften die deutschen Küchenhersteller insgesamt im Auslandsgeschäft etwas mehr als im Vorjahreszeitraum, trotzdem spürten sie einen starken Rückgang im südeuropäischen Raum. „Die gesamte südeuropäische Region ist von klarer Kaufzurückhaltung der Verbraucher geprägt“, sagte Waldenmaier.

2,1 Milliarden Euro setzte die Branche im ersten Halbjahr 2012 um, davon rund 1,4 Milliarden in Deutschland und 0,7 Milliarden Euro im Ausland. Die wichtigsten Exportländer sind Frankreich, die Niederlande, die Schweiz und Belgien. Während der Umsatz im ersten Halbjahr 2012 in den Niederlanden um 25 Prozent zurückging, stieg er hingegen in der Schweiz um knapp 17 Prozent. Auch in China,  Russland, der USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauften die deutschen Küchenhersteller deutlich mehr als im Vorjahr.

Schlechte Prognosen fürs Auslandgeschäft

Für das kommende Jahr erwartet der Verband ein schlechteres Auslandsgeschäft. Die Rezessionserscheinungen würden sich als Ergebnis der Konsolidierungsbemühungen der jeweiligen Länder verstärken. Das wiederum gehe zu Lasten des privaten Konsums, prognostiziert der Verband.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

In Deutschland werde es 2013 zu einer Beruhigung kommen. „Die Bundesrepublik ist gesamtwirtschaftlich stark vom Export abhängig. Rezessionserscheinungen im Ausland belasten also auch die Exportzahlen der deutschen Wirtschaft“, sagte Waldenmaier. Allerdings stellt der Verband fest, dass die deutliche Tendenz zu werthaltigeren Küchen anhält. Waldenmaier sieht die Ursache darin, dass die Verunsicherung der Verbraucher durch die Euro-Schuldenkrise zu einer spürbaren Flucht in Sachwerte geführt hat.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%