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Lebensmittel online bestellen: Alternative zum Supermarkt: Lieferdienste im Vergleich

Rewe und viele Supermarktketten bieten einen Lieferdienst für Lebensmittel an Quelle: dpa

Zu eng, zu voll, zu unübersichtlich. Es gibt viele gute Gründe den Supermarkt zu meiden. Einkaufen geht trotzdem: Online. Das haben die Lieferdienste zu bieten.

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Kein langes Suchen nach Produkten, anstehen an der Kasse und Gedrängel in den Gängen. Immer häufiger bestellen Kunden ihre Lebensmittel. Mit der Nachfrage steigt bekanntlich auch das Angebot. Ein Vergleich der besten Lieferdienste Deutschlands.

Schnelle Lieferdienste nutzen

Edeka und Rewe beispielsweise liefern schon seit einigen Jahren direkt nach Hause. Und auch Aldi plant einen Lieferservice für den Einkauf: In Zukunft sollen Kunden ihre Lebensmittel bei Aldi online bestellen können. Allerdings vorerst nur in einigen wenigen Märkten im Ausland. Bei den großen Ketten ist es nicht immer einfach, einen zeitnahen Liefertermin für die Zustellung zu erhalten. Die Konkurrenz schläft nicht: Immer mehr junge Unternehmen werben damit, innerhalb von zehn Minuten die Bestellung nach Hause zu bringen.
So wie der Lieferservice Gorillas. Gorillas kann aber nur in den größeren deutschen Städten genutzt werden wie in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Leipzig und Bremen. Und auch Flink ist abgesehen von Leipzig und Bremen in den genannten Städten unterwegs sowie noch in Essen und Mainz.

Der Machtkampf bei Lidl hatte sich schon lange angedeutet, jetzt ist er eskaliert. Dabei setzte Lidl nach langer Aufholjagd gerade zum Überholen des Branchenprimus Aldi an.
von Henryk Hielscher, Karin Finkenzeller, Julian Heißler, Jörn Petring, Sascha Zastiral

Picnic liefert zwar nicht in zehn Minuten, aber einen Tag nach der Bestellung. Der Dienst ist in Deutschland bislang nur in Nordrhein-Westfalen präsent, hat dort aber im Corona-Jahr 2020 enorme Wachstumsraten erzielt und die Zahl seiner Kunden nach eigenen Angaben innerhalb von zwölf Monaten von 50.000 auf 200.000 erhöht. Das Unternehmen liefert mit 400 selbst entwickelten Elektrofahrzeugen mittlerweile in 45 Städten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Ware ins Haus. Während die Kunden bei den meisten anderen Anbietern nur ein sehr großes Zeitfenster von einem halben Tag für die Lieferung der Ware auswählen können, liefert Picnic die Produkte innerhalb eines Zeitrahmens von einer Stunde. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka kooperiert mit dem niederländischen Start-up Picnic.

Lebensmittel retten

Wer gegen Lebensmittelverschwendung ist, der sollte die App Too good to go nutzen. In Deutschland retten nach eigenen Angaben fünf Millionen Menschen mit dem Einkauf über diese App Lebensmittel aus 6800 Cafés, Supermärkten oder Bäckereien. Nutzer sehen, wo und wann in ihrer Nähe Lebensmittel angeboten werden, die übrig sind – zu einem günstigeren Preis. Ansonsten würden die Lebensmittel weggeschmissen werden. Für vier Euro bekommen Käufer beim Bäcker in der Überraschungstüte oft schon ein Brot, mehrere Brötchen und auch noch ein Stück Kuchen. Je größer die Stadt, desto mehr Auswahl.

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Standort erkennen

    Es gibt aber noch weitere Anbieter, die Lebensmittel kurz vor dem Ablaufen online anbieten. Der Händler Sirplus bietet sogar Aboboxen an, die in Berlins Läden abgeholt werden können. In Köln bei The Good Food oder in Münster bei der Fairteilbar gibt es ähnliche Angebote.

    Regionale Produkte vom Produzenten kaufen

    Regional und nachhaltig. Dafür gibt es auch immer mehr Angebote. Unter anderem von den Marktschwärmern: Etwa 40 Kilometer legen nach eigenen Angaben die Produkte zurück. Gemüse, Fleisch, Obst, Milchprodukte, Seife, Öle oder Blumenzwiebeln werden angeboten. Die Ware kann der Kunde aus einem wöchentlich wechselnden Angebot im Onlineshop vorbestellen und dann abholen.



    Die Produzenten bestimmen den Preis und bekommen den Großteil bei einem Verkauf ausgezahlt. Marktschwärmer gibt es in fast allen Bundesländern. Allerdings unterschiedlich oft: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es sie bislang nur in Greifswald und Rostock. Zum Vergleich: In Köln gibt es sieben Marktschwärmereien. Insgesamt sind bereits mehr als 120 in Deutschland.

    Auch der Lieferservice AmazonFresh, eine Tochtergesellschaft des amerikanischen E-Commerce- Unternehmens Amazon.com., zielt auf regionale Produkte in einem Onlineshop ab. In Zusammenarbeit mit lokalen Fachgeschäften werden lokale Artikel geliefert. Auf der Amazon Fresh-Website können potenzielle Kunden die Verfügbarkeit anhand der Postleitzahl überprüfen. Es handelt sich um einen Lebensmittel-Lieferservice, der derzeit in unter anderem den deutschen Städten Berlin, Hamburg und München verfügbar ist.

    Bio-Lebensmittel direkt nach Hause liefern lassen

    Einige Bauernhöfe liefern ihre Produkte in Kisten in die Städte und zu ihren Kunden nach Hause. Unter „Bio Kiste“ mit dem Namen der Stadt lassen sich die Produkte finden. Ein Beispiel ist der Auenhof, der in der Region Dresden und Leipzig liefert. Oder Hutzelhof, der unter anderem in Nürnberg und Bayreuth liefert. Und: Der Biobus vom Martinshof in Osterbrücken liefert zwischen Zweibrücken und Trier und sogar über die Grenze von Luxemburg.

    Bringmirbio ist ein weiterer deutschlandweiter Bio-Lieferservice. Das Sortiment besteht aus saisonalem Obst, Gemüse und Naturkost aus biologischem Anbau. Der Kunde kann sich eine Abokiste aussuchen oder sich aus rund 3.000 Artikeln eine individuelle Kiste zusammenstellen.

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    Lebensmittel nach Rezept kaufen

    Die App foodly lässt den Kunden vorab ausfüllen, welche Produkte er nicht mag und zeigt dann darauf beruhend individuelle Gerichte an. Der Kunde sucht sich eins aus und bekommt die Zutaten dafür nach Hause geliefert.

    Mehr zum Thema: Lidl setzt nach langer Aufholjagd zum Überholen des Branchenprimus an – bremst sich aber jetzt mit einem Machtkampf selbst aus. Aldi kontert mit teuren Manövern in Frankreich, den USA und China. Wer macht das Rennen?

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