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Lego-Boss Knudstorp „Eigentümer sind wie die königliche Familie“

Kaum ein Spielzeughersteller ist so erfolgreich wie Lego. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt Unternehmenschef Knudstorp, was die Dänen besser machen als die meisten Konkurrenten.

Die Verwaltungsratsspitze von Lego sieht die Rollen beim dänischen Spielzeughersteller klar verteilt. Quelle: Reuters

DavosDer Verwaltungsratschef von Lego sieht eine klare Aufgabenteilung zwischen ihm und der Gründerfamilie des dänischen Spielzeugherstellers. „Die Eigentümerfamilie von Lego ist wie die königliche Familie: Sie mischt sich nicht in die Regierungsgeschäfte ein“, sagte Jørgen Vig Knudstorp am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Regierungen können gefeuert werden.“ Die Rolle der Familie sei es, über die Marke zu wachen. Ein Familienmitglied sei einmal in sein Büro gekommen und habe gefragt, warum er orangefarbene Steine dort habe. Denn: „Das gehört nicht zu unseren fünf Basisfarben.“

Lego habe auf die „harte Tour“ gelernt, dass man pfleglich mit seiner Marke umgehen müsse, sagte Knudstorp in Anspielung auf die schwere wirtschaftliche Krise des Unternehmens um die Jahrtausendwende. Damals hatte sich Lego zu weit von seinem Kerngeschäft mit den bunten Steinen entfernt. Lego habe einige „verrückte Sachen“ getan, sagte Knudstorp. Zuletzt hatte das Geschäft etwas geschwächelt und Lego kündigte im Herbst an, 1400 Jobs zu streichen.

Der frühere Unternehmensberater Knudstorp war 2001 zu Lego gestoßen, hatte 2004 die Geschäftsführung übernommen und den Spielzeughersteller wieder auf Erfolgskurs gebracht. 2016 wechselte er an die Spitze des Verwaltungsrats, des obersten Firmengremiums.

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