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Lidl greift Aldi an Mit Luxus-Lidl gegen den Edel-Aldi

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„Wir sind billiger als Aldi“

Trotz der Aufwertung soll Lidl den seinen „Wurzeln als Discounter treu bleiben“, verspricht Deutschlandchef Dokozić. Die Kunden sollen weiter „schnell und unkompliziert“ einkaufen. Auch an der Zahl von rund 1600 Produkten im Sortiment soll sich nichts ändern.

Die „Filialen der neuen Generation“ sollen überall dort entstehen, „wo das Unternehmen neue Standorte plant und wo dies bau- und planungsrechtlich möglich ist“, heißt es bei Lidl. Auch für die Beschäftigten soll die Arbeit in den neuen Läden angenehmer werden. So lassen sich die Kassen sowohl im Stehen als auch im Sitzen bedienen. In hell gestalteten Sozialräumen, die sich im Obergeschoss befinden, ist Platz für Umkleiden, Pausenraum und Filialleiterbüro. Zudem ist ein Schulungsraum als Standard vorgesehen.

Der Preiskrieg mit Aldi geht weiter

Intern sieht man Modernisierung der Filialen als wichtiges Element, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten. So konnten in Deutschland in den vergangenen Jahren vor allem Supermärkte wie Rewe und Edeka neue Kunden gewinnen. Aber auch Lidls-Wettbewerber Aldi sorgte für Ungemach in Neckarsulm.

Das Discountschwergewicht listete zahlreiche Markenprodukte ins Sortiment ein – ein Frontalangriff auf Lidl, wo Markenartikel wie Nutella, Coca-Cola oder Red Bull seit jeher in den Regalen stehen. In der Folge lieferten sich die Billigheimer einen Preiskrieg um die günstigste Markenware.

Geht es nach Lidl-Konzernchef Gehrig ist das Duell mit dem Erzrivalen noch lange nicht vorbei: "Wir sind billiger als Aldi", sagte Gehrig der „Lebensmittelzeitung“. "In der Kundenwahrnehmung ist aber Aldi nach wie vor der Preisführer. Das wollen wir ändern." So will er das Geschäft mit zeitlich befristeten Aktionsangeboten deutlich ausbauen. Im Rahmen einer neuen Kampagne sollen etwa jede Woche fünf Markenartikel zum Sonderpreis angeboten werden.

Dass sich Lidl derlei margenvernichtende Aktionen ebenso wie den großangelegten Filialumbau leisten kann, zeigt die Bilanz des Discounters, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde.

Demnach verbuchte Lidl im Geschäftsjahr 2015/16 mit 64,6 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 9,5 Prozent. Allein auf Deutschland entfielen 19,3 Milliarden Euro. Die Erlöse der Schwester-Firma Kaufland stiegen um vier Prozent auf insgesamt 21,1 Milliarden Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr will die Schwarz-Gruppe, in der Lidl und Kaufland gebündelt sind, sogar die Umsatzmarke von 90 Milliarden Euro knacken und setzt weiter auf Expansion. Anfang Juni wird Lidl mit 15 Märkten in Litauen starten. Für 2018 steht dann der Markteintritt in den USA auf dem Programm.

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