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Lieferschwierigkeiten Drei Viertel der Einzelhändler erwarten negative Folgen durch Chip-Engpässe

Besonders die Händler von Unterhaltungselektronik und elektrischen Haushaltsgeräten sind in Sorge. Aber auch bei Sportartikeln und Möbeln erwartet der Handel Probleme.

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Trotz der Probleme rechnet der HDE mit einem Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft. Quelle: dpa

Die meisten deutschen Einzelhändler erwarten wegen Lieferengpässen bei Mikrochips und anderen Produkten negative Folgen für ihr Weihnachtsgeschäft. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen berichten von Lieferengpässen, die auf die Umsätze durchschlagen könnten, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag bekanntgab.

Demnach geht jeder fünfte Händler davon aus, dass sich die Materialengpässe „in erheblichem Maße“ auf ihren Umsatz auswirken dürften. Etwa 57 Prozent erwarten, dass es „in geringem Maße“ zu Einbußen kommen werde. Rund 24 Prozent sehen keine negativen Folgen.

Besonders die Händler von Unterhaltungselektronik und elektrischen Haushaltsgeräten befürchten, dass der Mangel auf ihr Weihnachtsgeschäft durchschlagen könnte. Aber auch bei Sportartikeln, Möbeln und Spielwaren erwarten überdurchschnittlich viele Geschäfte deutliche Bremsspuren. „Das wird nicht dazu führen, das wir leere Regale bekommen“, warnte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth vor Panikmache. Einzelne Produkte wie bestimmte Spielekonsolen könnten zwar betroffen sein. „Ja, da gibt es Engpässe“, räumte Genth ein. „Einzelne Lücken sind da.“ Das habe es aber bei besonders gefragten oder neuen Produkten schon früher hier und da gegeben. „Das hatten wir auch in den Vorjahren immer wieder“, sagte Genth.

Mangel gibt es derzeit etwa bei Halbleitern, die in vielen Produkten zum Einsatz kommen und weltweit derzeit Mangelware sind. Der japanische Unterhaltungskonzern Nintendo etwa musste gerade erst wegen des Engpasses an Chips und Elektronikbauteilen sein Produktionsziel für die Switch-Spielekonsole herunterschrauben. Trotz der Probleme rechnet der HDE mit einem Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft. Die Einnahmen dürften im November und Dezember um zwei Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 111,7 Milliarden Euro steigen.

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