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Logistik Lufthansa-Cargo-Chef sieht Ende des Luftfracht-Booms

Erstmals seit mehr als zwei Jahren sei der Markt für Luftfracht Ende 2018 geschrumpft. Die Frachtsparte der Lufthansa steigerte trotzdem ihren Umsatz.

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Den Großteil der Luftfracht schlägt die Lufthansa-Tochter über den Hauptstandort des Konzerns am Flughafen Frankfurt um. Quelle: dpa

Frankfurt Die Lufthansa kann am Weltmarkt für Luftfracht derzeit keine Erholung ausmachen. „Der sehr, sehr große Boom der vergangenen beiden Jahre ist seit Ende des vergangenen Jahres vorbei“, sagte Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber am Montag in Frankfurt. Erstmals seit zweieinhalb Jahren sei der Markt Ende 2018 geschrumpft. Im Januar und Februar sei das Geschäft schwach geblieben. Ein Grund dafür sei die große Unsicherheit in der Wirtschaft durch Handelsstreit und Brexit.

Der EU-Austritt Großbritanniens werde Lufthansa-Cargo direkt unterdessen kaum treffen, ergänzte Gerber. Im Fall chaotischer Zustände bei einem ungeordneten Brexit stünde Lufthansa Cargo allerdings bereit, höhere Nachfrage nach Luftfracht zu bedienen.

Die Frachtsparte der Lufthansa konnte im vergangenen Jahr trotz der Abkühlung am Frachtmarkt Umsatz und Ergebnis steigern. Die Erlöse kletterten um sieben Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag mit 372 Millionen Euro zwei Prozent über dem Vorjahreswert. Damit erzielte Lufthansa Cargo das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte.

Das habe jedoch nicht am Wachstum des Frachtvolumens gelegen, das nur ein Prozent zulegte, erklärte Finanzchef Martin Schmitt. Viel mehr stieg der Durchschnittserlös dank höherer Preise und die Kosten seien gesunken.

Den Großteil der Luftfracht schlägt die Lufthansa-Tochter über den Hauptstandort des Konzerns am Flughafen Frankfurt um. Die betriebliche Zentrale, das Lufthansa Cargo Center, soll bis 2024 mit einer Investition von 400 Millionen Euro modernisiert werden. Gerber kritisierte, das in Frankfurt zum Schutz der Anwohner vor Fluglärm geltende Nachtflugverbot schmälere das Ergebnis des Unternehmens um 40 Millionen Euro jährlich. „Das ist immer noch ein Albtraum.“

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