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Logistikkonzern Kühne & Nagel verbucht Gewinnsprung – Kapazitätsengpässe bleiben

Kapazitätsengpässe und schwer planbare Lieferketten erschwerten die Geschäfte, dennoch konnte der Schweizer Logistikkonzern Kühne & Nagel einen Gewinnsprung verzeichnen.

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Bei einem Umsatzplus von 70 Prozent auf 8,6 Milliarden Franken schnellte der Konzerngewinn im dritten Quartal um 117 Prozent auf 578 Millionen Franken. Quelle: dpa

Die Erholung der Weltwirtschaft und die damit steigende Nachfrage nach Transportdienstleistungen haben dem Schweizer Logistikkonzern Kühne & Nagel einen Gewinnsprung beschert. „Wir sind auf Kurs und konnten auch im dritten Quartal ein ausgezeichnetes Geschäftsergebnis erzielen“, erklärte Konzernchef Detlef Trefzger am Mittwoch. Allerdings erschwerten Kapazitätsengpässe und schwer planbare Lieferketten die Geschäfte. „Für die kommenden Monate erwarten wir keine wesentliche Veränderung der angespannten Marktsituation“, betonte der Manager.

Bei einem Umsatzplus von 70 Prozent auf 8,6 Milliarden Franken schnellte der Konzerngewinn im dritten Quartal um 117 Prozent auf 578 Millionen Franken. Den höchsten Wachstumssprung verbuchte die Seefracht als größtes Geschäftsfeld: Bei einem Umsatzanstieg um 120 Prozent auf 3,9 Milliarden Franken kletterte das operative Ergebnis (Ebit) um 256 Prozent auf 487 Millionen Franken. Die erschwerten Rahmenbedingungen mit verstopften Häfen und aus dem Takt geratenen Lieferketten hätten in der Seefracht einen hohen Betreuungsaufwand und eine damit verbundene, geringere Produktivität verursacht, führte Trefzger aus.

In der Luftfracht stieg der Umsatz um 109 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken und das Ebit um 41 Prozent auf 239 Millionen. Das Geschäftsfeld Landverkehr verzeichnete ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 922 Millionen Franken, das Ebit legte um 75 Prozent auf 21 Millionen zu.

Nach der Corona-Pandemie hat sich der Welthandel schneller erholt als erwartet mit Kapazitätsengpässen als Folge. Hinzu kommen coronabedingt längere Entladezeiten bei Schiffen sowie der Stau leerer Container in den Häfen. Wegen der Blockade des Suezkanals durch das havarierte Containerschiff „Ever Given“ im März kam es darüber hinaus zu Verzögerungen auf Handelsrouten. Ferner stiegen Frachtraten vor allem bei Exporten aus China nach Europa deutlich. Das führt zu Kapazitätsengpässen und die Container stapeln sich in den Häfen.

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